Hecking glaubt fest an Klassenverbleib
Nürnberg (dpa) - 06.05.2010, 14:31 Uhr
Nürnbergs Trainer Dieter Hecking (r) gibt Eric Maxim Choupo-Moting Anweisungen.
Der 1. FC Nürnberg kann sein Schicksal nicht selbst bestimmen, doch Trainer Dieter Hecking glaubt vor dem Herzschlag-Finale im Abstiegskampf fest an ein Happy End für die Franken. «Ich bin überzeugt, dass wir gewinnen. Ob es dann zu Platz 15 reicht, liegt nicht in unserer Hand», sagte Hecking, der im alles entscheidenden Heimspiel im ausverkauften Stadion gegen den 1. FC Köln vollstes Vertrauen in seiner Mannschaft hat. «Das ist kein charakterloser Haufen und keine Söldnertruppe, der es am Arsch vorbeigeht, wenn wir absteigen.» Beim Kampf um den Klassenverbleib erwartet Hecking die Unterstützung der «Club»-Fans unter den 48 548 Zuschauern im WM- Stadion. Die Ergebnisse aus den anderen Stadion werden nicht angezeigt. «Unsere Fans werden wie eine Wand hinter uns stehen, aber sie sollen sich nur mit unserem Auftritt auseinandersetzen», erklärte Hecking, der nach vier Niederlagen in Folge von seinem Team eine «Top-Leistung» verlangt: «Die Mannschaft muss dem Druck standhalten, ihre Hausaufgaben erledigen und das ist ein Sieg gegen Köln».
Hecking, der beim Klassenverbleib weiter beim neunmaligen deutschen Meister arbeiten will, erwartet gegen Lukas Podolski und Co. ein Geduldsspiel und fordert deshalb auch höchste Konzentration von seinen Spielern. «Am Samstag ist das kleine Einmaleins gefragt, es geht nicht mit Hacke-Spitze», betonte der FCN-Coach am Donnerstag in Nürnberg, «aber die Jungs wissen, was auf dem Spiel steht». Die Stimmung in der Mannschaft sei angespannt und gedämpft, berichtete Hecking, «aber das ist gut so, denn wenn sie ständig lachen würden, würde ich ihnen Oberflächlichkeit vorwerfen». Personell hat der «Club» keine Probleme. Rechtsverteidiger Dennis Diekmeier fällt wegen eines Muskelfaserrisses aus und wird wie zuletzt im Spiel beim Hamburger SV von Juri Judt vertreten. Der angeschlagene Grieche Angelos Charisteas ist wieder im Mannschaftstraining und eine Alternative für den Angriff, doch gegen Köln wird in Torjäger Albert Bunjaku voraussichtlich nur ein Stürmer in der Startelf stehen.
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