Cacau verlängert Vertrag in Stuttgart bis 2013
Stuttgart (dpa) - 02.05.2010, 11:41 Uhr
Cacau freut sich nach seinem Treffer zum 1:0 im Spiel gegen Bochum.
Fußball-Nationalstürmer Cacau hat seinen auslaufenden Vertrag beim VfB Stuttgart bis 2013 verlängert. «Wir haben ihm noch einmal ein verbessertes Angebot gemacht», sagte VfB- Sportvorstand Horst Heldt am Rande des Bundesliga-Spiels gegen den FSV Mainz 05. «Aber wenn es ums Geld gegangen wäre, hätte Cacau sicher gehen müssen. Er hatte viele Möglichkeiten im In- und Ausland, bei denen das finanzielle Angebot nochmal besser war als bei uns.» Der 29-Jährige selbst begründete seine Entscheidung so: «Meine Familie und ich fühlen uns in Deutschland und Stuttgart sehr wohl. Ende und Verlauf des Vertragspokers waren ungewöhnlich. Obwohl sich Verein und Spieler nach Angaben von Heldt schon drei Tage zuvor auf einen neuen Kontrakt geeinigt hatten, wurde das erst im Stadion verkündet, als das Spiel schon wenige Sekunden lief. «Wir haben uns davon noch einmal einen Schub für die Zuschauer und Spieler versprochen», sagte Heldt und war mit dem Ergebnis zufrieden. Die Nachricht löste unter den VfB-Fans großen Jubel aus.
Cacau hatte Ende März zunächst angekündigt, den VfB zu verlassen. Er fühle sich im Verein nicht ausreichend wertgeschätzt, sagte er damals. Am Samstag revidierte er diese Einschätzung. «Der Trainer hat mich überzeugt, zu bleiben. Das Gesamtpaket stimmt», meinte er. Heldt betonte ausdrücklich, dass Cacau «jetzt Verantwortung übernehmen will und muss». Damit gab ihm der VfB auch öffentlich den Status als Führungsspieler, den der gebürtige Brasilianer immer wieder gefordert hatte. Nach übereinstimmenden Medienangaben erhöht ihm der Verein zudem das Gehalt auf rund drei Millionen Euro pro Jahr. Cacau kam 2003 vom 1. FC Nürnberg nach Stuttgart. Bislang bestritt er 219 Bundesliga- und 5 Länderspiele. Als Hauptinteressent an ihm galt der FC Sevilla, aber auch der FC Schalke 04, der AC Mailand, die Blackburn Rovers und 1899 Hoffenheim wurden mit Cacau in Verbindung gebracht. «Ich wollte das vor der WM klären», sagte er.
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