Erst traf er mit der Brust, dann per Kopf und schließlich mit dem rechten Fuß - Senkrechtstarter Thomas Müller war als dreifacher Torschütze der Mann des Tages beim vorzeitigen Münchner Titelgewinn.
Mehr als drei Jahrzehnte nach Gerd Müller, dem «Bomber der Nation», müllert sich der FC Bayern wieder zu Titeln. «Für mich ist ein Traum in Erfüllung gegangen», sagte der 20 Jahre junge Fußball-Profi nach dem 3:1 gegen Bochum. Erster Dreierpack, erster Titelgewinn - «jetzt will ich weiterträumen», verkündete der Jung-Nationalspieler. DFB-Pokalfinale, Champions-League-Endspiel, ein Höhepunkt jagt den nächsten. Schon am 06. Mai dürfte ein weiterer folgen, wenn Bundestrainer Joachim Löw in Stuttgart die WM-Tickets vergibt: Müller wird in Südafrika garantiert dabei sein.
«Viele Fußballer arbeiten jahrelang daraufhin, einmal Meister zu werden. Mich hat es gleich im ersten Jahr erwischt», jubelte Müller. Mario Gomez, Miroslav Klose, Luca Toni, Ivica Olic - die Konkurrenz in der Bayern-Offensive erschien vor Saisonbeginn erdrückend. Aber Louis van Gaal setzte von Anfang an auf Nobody Müller. 13 Saisontore geben dem Trainer recht, die «Wertschätzung» aber gebühre seinem Assistenten Hermann Gerland: «Er hat gesagt, dass Müller ein sehr großes Talent ist.» Gut, dass van Gaal auf den «Tiger» gehört hat.