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Tagoe schießt Hoffenheim zum Sieg in Frankfurt

Frankfurt/Main (dpa) - 01.05.2010, 18:41 Uhr

Hoffenheims Gustavo (l-r), Beck und Simunic feiern ihren Sieg in Frankfurt.
Hoffenheims Gustavo (l-r), Beck und Simunic feiern ihren Sieg in Frankfurt.

Mit einem Doppelpack hat Prince Tagoe 1899 Hoffenheim zum 2:1 (0:1)-Auswärtssieg bei Eintracht Frankfurt geschossen und sich für eine Nominierung in Ghanas WM-Aufgebot empfohlen.

Dank der späten Treffer des Stürmers in der 80. und 88. Minute drehten die Gäste die Partie vor 50 500 Zuschauern. Pirmin Schwegler (20.) hatte die Hausherren in Führung gebracht. Durch die Niederlage bleiben die Hessen bei 46 Zählern und verpassten die Verbesserung ihres Punktrekordes seit Einführung der Drei-Punkte-Regel vor 15 Jahren.

«Für mich ist ein Traum wahr geworden. Diese Tore waren sehr wichtig für mich. Es ist ein tolles Gefühl, ich habe es genossen», sagte Matchwinner Tagoe. «Es freut mich für Prince. Das wird ihm für die WM Rückenwind geben», meinte Hoffenheims Trainer Ralf Rangnick. Dessen Kollege Michael Skibbe haderte mit dem Ausgang des Spiels, in dem sein Team 45 Minuten lang dominierte. «Das war ein sehr unglückliches Ende, daher bin ich sehr enttäuscht. Für uns ist es schade, weil wir einen hohen Aufwand betrieben haben», sagte Skibbe.

Hoffenheim konnte zunächst nicht an die Gala beim 5:1 gegen den Hamburger SV anknüpfen, so dass die Gastgeber selten in Gefahr gerieten. Ein Kopfball von Vedad Ibisevic (17.), der knapp das Ziel verfehlte, war die einzig nennenswerte Chance für die Gäste vor der Pause. Frankfurt bestimmte den Rhythmus der Partie und ging durch Schwegler verdient in Führung. Der Schweizer Nationalspieler nahm aus knapp 25 Metern Maß und ließ 1899-Keeper Daniel Haas keine Abwehrmöglichkeit.

Kurz vor dem Wechsel hätte der Torschütze Gelb-Rot sehen müssen, doch Schiedsrichter Deniz Aytekin ließ bei einem rüden Foul des zuvor bereits verwarnten Schwegler Gnade walten. Skibbe reagierte in der Halbzeit und ließ den am Rande eines Feldverweises wandelnden Schwegler in der Kabine. Für ihn kam Selim Teber.


Der Ex-Hoffenheimer war in der Defensive gleich gefordert, denn seine früheren Kollegen übernahmen mit Wiederbeginn das Kommando auf dem Rasen. Chinedu Obasi (57.) vergab per Kopf eine erste Chance zum Ausgleich. Zehn Minuten später scheiterte der Nigerianer mit einem Kopfball am glänzend reagierenden Eintracht-Torwart Ralf Fährmann, der den Vorzug vor Oka Nikolov erhalten hatte.

Das 1:1 durch den erst vier Minuten zuvor eingewechselten Tagoe brachte das Kräfteverhältnis dann auch zahlenmäßig zum Ausdruck. «Wir haben ein gutes Auswärtsspiel gemacht», lobte Rangnick seine Mannschaft. Als sich alle schon auf ein Remis eingerichtet hatten, schlug Tagoe erneut zu und bescherte den Gästen drei Punkte. «Das Spiel in der 88. Minute zu gewinnen, ist sicher glücklich. Aber wir haben uns das Glück auch verdient», bilanzierte Rangnick.

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