Linksverteidiger Bönig freut sich trotz «angespannter Stimmung» auf das Duell mit seinem mutmaßlichen Gegenspieler Arjen Robben. «Es gibt doch nichts Schöneres als in München vor 70 000 Fans zu spielen. Wir dürfen nicht mit Angst dahin fahren oder schon an Hannover denken.» Er gab aber zu, dass das «Endspiel» gegen die Niedersachsen im Hinterkopf ist. «Die Bedeutung der Partie ist allen bewusst.» Längst hat sich Bochum auch auf den schlimmsten Fall und die Folgen eingestellt. «Natürlich planen wir zweigleisig», sagte Ernst. Bei einem Sturz in die 2. Liga müsste der Etat des Gesamtvereins von jetzt 38,5 Millionen Euro auf 22 Millionen Euro gesenkt werden, weil Einnahmen durch Sponsoren, TV-Gelder und Zuschauer einbrechen. Ernst: «Dann müssten wir in allen Bereichen eisern sparen. Betriebsbedingte Kündigungen wird es aber im ersten Jahr nicht geben.» Immerhin besitzen fast alle Spieler Verträge auch für die 2. Liga, aber «zu reduzierten Bezügen». Die Kontrakte von Torhüter Rene Renno, Joel Epallé, mit dem zurzeit verhandelt wird, Diego Klimowicz (Karriereende) und Vahid Hashemian laufen im Sommer aus. Allein der Vertrag mit Lewis Holtby gilt nur für Liga eins, so dass der von Schalke ausgeliehene Profi wohl zum Nachbarn zurückkehren würde. Noch nicht sicher scheint, ob Herrlich in Bochum bleibt, auch wenn Ernst betonte: «Wir sind von ihm und seiner Arbeit überzeugt. Das Bestreben ist, mit ihm weiter zu machen. Wir haben ihn ja auch geholt, um Dinge nachhaltig zu verändern. Das Konzept ist langfristig angelegt.» Ungeachtet dessen werde man sich «nach der Spielzeit zusammensetzen, die Saison analysieren und über alles sprechen».
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