Nur eine Entscheidung scheint zwei Spieltage vor dem Saisonkehraus bereits gefallen zu sein. Mit der Niederlage gegen Schalke schwanden beim Schlusslicht Hertha BSC alle Hoffnungen auf den Klassenverbleib. Immerhin fünf Punkte liegt der Relegationsplatz nach dem 15. Heimspiel ohne Sieg entfernt. «Wir können alle die Tabelle lesen», erklärte Manager Michael Preetz frustriert. Nicht nur die Berliner, sondern auch die übrigen «Kellerkinder» gingen am 32. Spieltag leer aus. Das 0:3 von Hannover (27 Punkte) in Leverkusen, das 0:2 des VfL Bochum (28) gegen den VfB Stuttgart und das 2:3 der Nürnberger (28) gegen Borussia Dortmund sorgten für unveränderte Verhältnisse. Immerhin machte Hannover-Coach Mirko Slomka im Vergleich zum 0:7 seiner Mannschaft am vorigen Spieltag beim FC Bayern einen deutlichen Aufwärtstrend aus: «Wenn wir in den letzten beiden Spielen so auftreten, mache ich mir keine Sorgen.» Ähnlich eng wie am Tabellenende geht es im Kampf um die europäischen Plätze zu. Mit Bremen (57), Leverkusen (57), Dortmund (56) und Stuttgart (53) können noch vier Clubs darauf hoffen, den Bayern und Schalkern in die Champions League zu folgen. Das schwerste Restprogramm steht Pokalfinalist Bremen bevor. Doch die hohen Hürden in Gelsenkirchen und gegen Hamburg schrecken Trainer Thomas Schaaf nicht: «Jetzt haben wir diese zwei tollen Partien, bevor es zum Highlight in Berlin kommt. Besser geht es doch nicht.» Werder, Bayer und der BVB können nach dem 1:5-Debakel des Hamburger SV bei 1899 Hoffenheim auf jeden Fall für die Europa League planen. Die Hanseaten haben dagegen kaum noch eine Chance, Stuttgart von Platz sechs zu verdrängen und in den europäischen Wettbewerb über die Bundesliga einzuziehen. Dagegen musste Meister VfL Wolfsburg die Hoffnung auf den Einzug in die Europa League nach dem 0:1 beim SC Freiburg begraben. Das Team aus dem Breisgau schaffte dank des Tores von Cedrick Makiadi der Sprung vom Relegationsplatz.
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