Schalke jubelt: Bayern eingeholt - Berlin weint
Berlin (dpa) - 24.04.2010, 18:57 Uhr
Schalkes Heiko Westermann trifft zum 0:1.
Meisteraspirant Schalke 04 hat den Ausrutscher der Münchner in Mönchengladbach genutzt und steht mit einem 1:0 (0:0)-Sieg bei Hertha BSC nun punktgleich mit den Münchnern an der Tabellenspitze der Fußball- Bundesliga. «Jetzt haben wir zwei Endspiele. Wir werden weiter Druck auf die Bayern machen und hoffen, dass sie ins Schwimmen kommen», erklärte Magath nach der 32. Bundesliga-Runde. Die direkte Qualifikation für die Champions League und damit eine garantierte Millionen-Einnahme hat Schalke schon in der Tasche. Hertha BSC dagegen muss nach dem 15. sieglosen Heimspiel wohl die letzte Hoffnung auf den Klassenerhalt begraben. «Wir können die Tabelle lesen. Wir hätten unbedingt gewinnen müssen, um den Druck auf die Konkurrenz aufzubauen. Das ist uns nicht gelungen», erklärte Hertha-Manager Michael Preetz, der wie auch Trainer Friedhelm Funkel anders als nach vielen Spielen zuvor diesmal auf Durchhalte-Parolen verzichtete. Hertha hat zwei Spieltage vor Saisonende mit 23 Zählern weiter fünf Punkte Rückstand auf das rettende Ufer.
Das entscheidende Tor erzielte Nationalspieler Heiko Westermann in der 87. Minute. Die Schalker, die den 19. Saisonsieg vor allem auch ihrem überragenden Torhüter Manuel Neuer zu verdanken haben, stehen als Tabellen-Zweiter nur noch 13 Tore hinter dem punktgleichen FC Bayern (je 64). «Mit zwei weiteren Siegen ist auch die Meisterschaft drin», erklärte Magath. Hertha schaffte auch nach 259 Tagen keinen «Dreier» im Olympiastadion, mit nun 15 Heimspielen in Serie ohne Sieg egalisierten die Blau-Weißen den Negativ-Rekord von Tasmania Berlin aus der Saison 1965/66. «Wir haben alles richtig gemacht, nur keine Tore geschossen», ärgerte sich Hertha-Kapitän Arne Friedrich. «Wir hatten einige hundertprozentige Möglichkeiten, wenn du die nicht rein machst, kannst du nicht gewinnen.» |