Vom Problemfall zum Erfolgsgaranten - die Formkurve von Ivan Rakitic zeigt immer steiler nach oben. Beim 3:1 der Schalker gegen Mönchengladbach gelang dem 22-Jährigen sein erster Bundesliga-«Doppelpack».
Zunächst hämmerte er den Ball aus 25 Metern zur Führung in den Winkel (8.), nach der Pause stellte er per Strafstoß die Weichen endgültig auf Sieg. Dass der kroatische Nationalspieler sechs seiner sieben Saisontreffer (darunter drei Elfmeter) in der Rückrunde erzielte, ist kein Zufall.
«Ich habe mir in der Winterpause viele Gedanken gemacht, weil es so nicht weitergehen konnte», erläutert Rakitic seinen Wandel, zu dem auch sein Bruder als «mein größter Kritiker» beitrug. Hinzu kam, dass Felix Magath die Nr. 10 zum «Sechser» umschulte. Mit der neuen Rolle kommt das 2007 verpflichtete Talent, das auf verschiedenen Offensiv- Positionen selten überzeugte und schon als Fehleinkauf galt, immer besser zurecht: «Der Trainer hat gesagt, ich soll öfter den Abschluss suchen. Das versuche ich umzusetzen. Zudem fühle ich mich wohl und bin fit wie nie.» Magath ist mit der Entwicklung zufrieden, erwartet aber noch mehr: «Er musste sich an die neue Position erst gewöhnen, ist jetzt auf gutem Weg. Aber eigentlich ist es ein Jammer, dass ein Spieler mit so einem Schuss so selten zum Abschluss kommt.»