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Spannender Endspurt um die Europapokalplätze

Düsseldorf (dpa) - 15.04.2010, 12:32 Uhr

Leverkusens Trainer Jupp Heynckes hat gute Chancen auf den dritten Platz.
Leverkusens Trainer Jupp Heynckes hat gute Chancen auf den dritten Platz.

Der Kampf um die internationalen Startplätze ist so spannend wie seit Jahren nicht mehr. In der Fußball-Bundesliga hoffen hinter den wohl sicher für die Champions League qualifizierten FC Bayern München und Schalke 04 sieben Mannschaften auf ein Europapokal-Ticket.

Im Idealfall könnten sich inklusive der Fair Play-Wertung acht Clubs für einen internationalen Wettbewerb in der kommenden Saison qualifizieren. Eine ähnliche Konstellation gab es zuletzt in der Saison 2000/01, als vier Runden vor Schluss der Tabellenneunte VfL Wolfsburg noch realistische Europapokal-Chancen hatte und auch der Titelkampf noch nicht entschieden war.

Besonders begehrt ist derzeit Platz drei, der die Qualifikation zur Champions League ermöglicht. Aussichtsreichster Kandidat ist Bayer Leverkusen (54 Punkte) mit zwei Zählern Vorsprung vor Borussia Dortmund (52) und drei vor Werder Bremen (51). «Ich bin fest davon überzeugt, dass wir Dritter werden», sagte Leverkusens Coach Jupp Heynckes, der im Vorjahr auch dem FC Bayern im Saisonendspurt die Champions-League-Teilnahme ermöglichte.

Nach dem 1:1 im Spitzenspiel gegen den Rekordmeister sind die Rheinländer im Titelrennen so gut wie ausgeschieden, Rang drei soll es aber werden. «Dass wir Herbstmeister geworden sind, 24 Spiele unbesiegt blieben und 15 Spieltage auf Platz eins standen, ist kein Zufall», sagte Bayer-Sportdirektor Rudi Völler. «Wir können es ja.»

In Lauerstellung dahinter liegen der BVB und Bremen. Während die Dortmunder nach eigenem Bekunden nicht in die Champions League müssen, geht Werder offensiv mit dem Thema um. Allerdings stehen mit dem VfL Wolfsburg, dem Hamburger SV und Schalke 04 noch schwere Gegner auf dem Programm. «Wenn wir alle vier Spiele gewinnen, dürfte es klappen», meinte Manager Klaus Allofs.


Wenn Pokalfinalist Bremen mindestens Fünfter bleibt, berechtigt auch der sechste Platz zur Europa-League-Teilnahme. Erste Anwärter: HSV (48), VfB Stuttgart (47) und Meister Wolfsburg (46). Eintracht Frankfurt (44) hat sich mit der Niederlage in Mönchengladbach wohl um die Chance gebracht. «Jetzt sind wir, wenn überhaupt, in einer ganz kleinen Außenseiterposition. Wenn wir aber noch die Chance bekommen und über den sechsten Platz ins internationale Geschäft einziehen, dann werden wir das auch nutzen», meinte Trainer Michael Skibbe.

Der Trend spricht für Stuttgart, die mit Abstand beste Rückrundenmannschaft. Die derzeit auf Rang sieben platzierten Schwaben stehen vor einer Schlüsselpartie gegen Leverkusen, müssen aber auf Patzer der Konkurrenten hoffen. «Es wäre schöner, wenn wir es selbst entscheiden könnten, aber wir bleiben dran und versuchen immer, die Konkurrenz zusätzlich unter Druck zu setzen», sagte VfB-Coach Christian Gross.

Der Hamburger SV hat neben der Liga noch ein zweites Eisen im Feuer und könnte sich als Europa-League-Gewinner für den Wettbewerb in der kommenden Saison qualifizieren - falls die Mannschaft auf Rang sieben oder weiter abrutscht. «Bei uns sieht es jetzt nach Umschwung aus», befand Torjäger Mladen Petric nach dem 2:1-Sieg in Bochum und der Festigung des sechsten Platzes. Mit sieben Siegen aus den vergangenen acht Spielen hat sich auch Wolfsburg noch einmal in Position gebracht. Allerdings wäre für Manager Dieter Hoeneß der Sprung in das internationale Geschäft ein «kleines Wunder».

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