Freiburger Vormarsch gebremst - 1:1 gegen Bochum
Freiburg (dpa) - 03.04.2010, 19:07 Uhr
FreiburgsPapiss Cisse (l) erzielt das 1:0 gegen Bochum.
Weder der SC Freiburg noch der VfL Bochum haben im Schlüsselspiel um den Klassenverbleib in der Fußball-Bundesliga den richtigen Dreh gefunden - und dann siegte auch noch Kontrahent Nürnberg. Beim 1:1 (1:1) gegen den VfL Bochum ließen die Breisgauer die Chance aus, mit dem zweiten Heimsieg in Serie auch die Gäste wieder ganz tief in den Abstiegskampf hineinzuziehen, sahen ihren Aufwärtstrend aber bestätigt. «An unserer Spielweise gibt es nichts auszusetzen. Wir haben ein gutes Spiel gemacht», sagte Verteidiger Felix Bastians und fügte mit Blick auf das 2:0 des 1. FC Nürnberg gegen den FSV Mainz 05 hinzu: «Aber am Ende ist es doch zu wenig und wenn ein Konkurrent drei Punkte holt, ist das doppelt bitter.» Die Tore erzielten vor 21 500 Zuschauern Papiss Cissé (18.) für Freiburg sowie Christoph Dabrowski (23.) für die Gäste. Bochum hielt damit den SC zwar drei Punkte auf Distanz, wartet aber nach zuvor vier Niederlagen und zwei Remis auf den ersten Sieg seit dem 2:1 gegen Hoffenheim Mitte Februar. «Natürlich war das nicht gut», sagte Paul Freier. «Wir müssen aber das Positive herausnehmen. Und das ist, dass Freiburg nicht gewonnen hat.» Schon mit seiner Startelf setzte Gäste-Trainer Heiko Herrlich nach sechs Spielen ohne Sieg ein Zeichen: Gleich fünf Akteure aus der Startelf beim 1:2 gegen Frankfurt saßen auf der Bank, darunter VfL-Prominenz wie Kapitän Marcel Maltritz und Angreifer Vahid Hashemian. Neu ins Team rückten Pfertzel und Yahia in der Viererkette sowie Bönig, Freier und Dedic im Mittelfeld. «Den Ausschlag haben einfach die Trainingsleistungen der letzten Wochen gegeben», sagte Herrlich.
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Dennoch kam der Sportclub, der die Partie zur Unterstützung einer städtischen Kampagne unter das Motto «Heimspiel für das Klima» gestellt hatte, schneller auf Betriebstemperatur. Die Gastgeber begannen nach vier Punkten in den vergangenen zwei Spielen bissig. Doch zunächst Flum und im zweiten Anlauf der für den gelbgesperrten Makiadi in die Mannschaft gekommene Cissé ließen die erste Chance (7.) ungenutzt. Doch dann konnte Cissé dann ein Zuspiel von Butscher aus kurzer Distanz ins Tor schieben, nachdem Gäste-Keeper Philipp Heerwagen eine Ecke von Schuster unterlaufen hatte. Aber der Bochumer Widerstand war damit nicht gebrochen. Nur fünf Minuten später war Ersatz-Kapitän Dabrowski bei einem Freistoß von Christian Fuchs zur Stelle und köpfte das 1:1. «Wir haben einen Fehler gemacht und wurden dafür bestraft», klagte Dutt. Kurz schien Freiburgs Schwung zu erlahmen, doch der SC erspielte sich weiter Chancen. Eine Ecke von Schuster (28.) klatschte an den kurzen Pfosten und einen Kopfball von Mohamadou Idrissou hielt Heerwagen ebenso wie einen Schuss des in den Strafraum gedribbelten Jäger (45.). Auch nach der Pause war dem SC anzumerken, dass er einen Dreier noch dringender brauchte als der VfL. Nach einer weiteren Unsicherheit von Heerwagen hatte Abdessadki (52.) die erneute Führung auf dem Fuß, traf aber nur das Außennetz. Der SC drängte weiter, aber auch Schuster (59./63.) ließ die letzte Präzision vermissen. Bochum hatte noch durch Fuchs (62.) die Gelegenheit zum Siegtreffer. In der Schlussphase hätten Butscher (82.) oder Schuster die Freiburger Fans fast noch jubeln lassen, doch Bochums Defensive hielt.
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