Frankfurt/Main (dpa) - 02.04.2010, 12:28 Uhr
Mit einer deutlichen Erhöhung von personengebundenen Eintrittskarten will die Deutsche Fußball Liga (DFL) potenzielle Randalierer künftig aus den Bundesliga-Stadien fernhalten.
«Über die Personalisierung von Tickets, besonders in Gästeblöcken, müssen wir reden. Obwohl wir sicher nicht 5000 bis 7000 anreisende Zuschauer mit solchen Karten ausstatten können», sagte Holger Hieronymus, DFL-Geschäftsführer Spielbetrieb, dem Nachrichtenmagazin «Focus».
Nach Angaben von Helmut Spahn, dem Sicherheitsbeauftragten des Deutschen Fußball-Bundes (DFB), werden solche Tickets bisher bei 15 bis 20 Risikospielen pro Saison verkauft. Bei der Weltmeisterschaft 2006 in Deutschland waren alle Eintrittskarten mit Ausnahme von mehreren hunderttausend VIP-Tickets personengebunden veräußert worden.
Bei einem runden Tisch mit den Innenministern am 23. April in Berlin wollen die Vertreter von DFL und DFB beraten, wie Zuschauerausschreitungen in den Stadien künftig vermieden werden können. In dieser Saison ist es in der Bundesliga vermehrt zu Fan- Randalen gekommen, zuletzt am 13. März nach dem Spiel Hertha BSC gegen 1. FC Nürnberg. Danach hatte Spahn eine genaue Analyse und Maßnahmen angekündigt, «die auch die Rechte der friedlichen Fans beschränken können».