Duell der Bayern-Jäger - VfB in Münchner Festung
Düsseldorf (dpa) - 26.03.2010, 14:25 Uhr
Jupp Heynckes steht mit Leverkusen im Top-Duell gegen Schalke unter Erfolgsdruck.
Der Dreikampf um die deutsche Meisterschaft spitzt sich zu. Im Duell der Jäger zwischen Bayer Leverkusen und Schalke 04 könnte ein Ausrutscher schon am 28. Bundesliga-Spieltag fast das Ende des Titeltraums bedeuten, sollte Spitzenreiter Bayern gegen den VfB Stuttgart gewinnen. «Die Tabellensituation sollte Anreiz und Motivation genug sein», sagte Bayer-Chefcoach Jupp Heynckes vor der Top-Partie. Das Aufeinandertreffen der Verfolger ist der Auftakt der «Festspiele der Schwergewichte»: Am 29. und 30. Spieltag muss der FC Bayern wieder bei Schalke und danach in Leverkusen antreten. Die Partie des Tabellenzweiten Schalke (55 Punkte) beim -dritten Bayer (53) birgt neben dem Titelkampf eine Menge Zünd- und Gesprächsstoff. Denn es ist auch ein Duell der ältesten Meistertrainer der Liga: Der 64 Jahre alte Heynckes gewann zweimal den Titel mit dem FC Bayern (1989/1990) und wurde bei Schalke pikanterweise als «Trainer der alten Schule» (2003/04) ausgemustert. «Felix Allmächtig», acht Jahre jünger, führte München zweimal zum Double (2005/2006) - und nun Schalke auf Anhieb auf einen Spitzenplatz. «Wenn Sie meinen», beantwortete Heynckes die Frage, ob zwei Trainer mit Sieger-Genen gegeneinander antreten.
Unter besonderer Beobachtung stehen zudem René Adler und Manuel Neuer, die im direkten Vergleich beweisen wollen, wer das Zeug zur Nummer eins im deutschen Nationaltor hat. Bundestrainer Joachim Löw und sein Torwart-Coach Andreas Köpke werden das Duo in der BayArena unter die Lupe nehmen. «Wir sind gut drauf», meinte Schalke-Keeper Neuer trotz des 0:1-Pokal-Knockouts gegen Bayern. «Ich habe keine Sorge, dass wir jetzt einbrechen.» Ähnlich sieht es Mittelfeldakteur Ivan Rakitic: «Leverkusen ist gut drauf, aber das sind wir auch.» Die Bilanz der «Königsblauen» bei Bayer spricht aber für die Gastgeber, die 15 der 25 Heimpartien gewannen und nur vier verloren. «Wir dürfen uns nicht unter Druck setzen lassen. Ich bin überzeugt, dass wir einen guten Endspurt hinlegen», sagte Heynckes, der keinen Einbruch befürchtet: «Meine Mannschaften haben sich in der Endphase der Meisterschaft immer durch großes Stehvermögen ausgezeichnet.» Kollege Magath hält die Leverkusener Elf auch sonst für enorm stark. «Sie ist stabiler und spielerisch besser», urteilte er, fügte aber an: «Nur wenn Bayer verliert, fällt eine Entscheidung. Dann ist der Abstand zum FC Bayern zu groß.» |