Hertha BSC muss nach den Ausschreitungen im Anschluss an das Meisterschaftsspiel gegen den 1. FC Nürnberg 50 000 Euro Strafe zahlen.
Zudem darf der Tabellenletzte der Fußball- Bundesliga für sein übernächstes Heimspiel am 10. April gegen den VfB Stuttgart maximal 25 000 Tickets an seine Fans verkaufen. Das entschied am 24. März das Sportgericht des Deutschen Fußball-Bundes (DFB).
«Es war ein Vorfall in einer Qualität, wie wir es in unseren Stadien nicht kennen. Man muss aber das Verhalten des Vereins berücksichtigen, die den Vorfall in einem etwas anderen Licht erscheinen lassen», erklärte Norbert Weise, Stellvertretender Vorsitzender des DFB-Kontrollausschusses. Die Hertha habe große Anstrengungen gemacht, die Sicherheit zu gewährleisten, aber nicht vorhergesehen, «dass die Heimfans die Problemfans waren», sagte Weise. Das Kontingent für die Stuttgarter Fans, rund 7500 Karten, bleibt unberührt.
Für die Partie gegen den VfB erließ der DFB strenge Auflagen; unter anderem muss die Ostkurve des 74 200 Zuschauer fassenden Stadions freibleiben. Von dort aus waren die Randale losgegangen. Nach dem 1:2 gegen den 1. FC Nürnberg am 13. März waren rund 150 Chaoten aus dem Berliner Fanblock in den Innenraum gestürmt.