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Trainersuche in Wolfsburg: Köstner rudert zurück

Wolfsburg (dpa) - 23.03.2010, 15:05 Uhr

Wolfsburgs Trainer Lorenz-Günther Köstner reagiert.
Wolfsburgs Trainer Lorenz-Günther Köstner reagiert.

Rolle rückwärts: Lorenz-Günther Köstner hat seine Forderung nach Klarheit in der Trainerfrage beim VfL Wolfsburg zurückgenommen und bedauert.

«Das war eine unbedachte Äußerung», sagte Wolfsburgs Interimscoach der «Wolfsburger Allgemeinen Zeitung». Köstner hatte die VfL-Verantwortlichen nach dem 1:5 in der Fußball-Bundesliga gegen Hertha BSC aufgefordert, so schnell wie möglich den neuen Trainer für die kommende Saison bekannt zu geben und damit für reichlich Wirbel gesorgt. Noch ist unklar, wer den VfL in der kommenden Saison trainiert. Manager Dieter Hoeneß will erst im April einen neuen Coach präsentieren.

Köstner hatte an die Adresse der VfL-Bosse gesagt: «Für den Verein und die Spieler wäre es gut, wenn einige Dinge jetzt geklärt würden.» Auf die Frage, ob er damit die Trainersuche meine, hatte Köstner geantwortet: «Ja, selbstverständlich. Klarheit wäre hier für die Spieler wichtig.» Hoeneß wollte dies nicht kommentieren.

«Mir ist der Satz aus der Enttäuschung über die Niederlage rausgerutscht. Ich habe nicht das Recht und auch nicht die Absicht, Druck auf irgendjemanden auszuüben», sagte Köstner, der den deutschen Meister Ende Januar nach der Beurlaubung von Armin Veh übernommen hatte. Köstner holte bisher aus sieben Spielen 13 Punkte und führte den VfL erstmals in das Viertelfinale eines Europapokals. Ihm sei es jedoch nicht um seine eigene Perspektive gegangen: «Ich werde nächste Saison wieder die zweite Mannschaft trainieren. Basta.»

Als möglicher neuer Trainer bringt sich derweil Bernd Schuster ins Gespräch. «Wolfsburg hat eine tolle Mannschaft. Ich denke da nur an Dzeko oder Grafite. Die muss man halten und mit Qualität ergänzen. Dann ist da einiges drin», sagte der ehemalige Trainer von Real Madrid dem «Express». Der VfL sei für ihn interessant. Hoeneß habe ihn bereits vor zwei Jahren zu Hertha holen wollen.

Die offene Trainerfrage sorgt bei der Mannschaft weiter für Gesprächsstoff. «Natürlich ist die Trainersuche ein Thema in der Mannschaft. Das interessiert jeden, wer neuer Chef bei uns wird. Es ist immer schön, wenn man Gewissheit hat», sagte Nationalspieler Marcel Schäfer. Grund für die schlechte Leistung gegen Berlin sei das Thema aber nicht gewesen. «Das darf für uns nicht als Alibi für ein schlechtes Spiel gelten», sagte Spielmacher Zvjezdan Misimovic.


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