Vor dem Spiel gegen seinen alten Club traf Wolfsburgs Manager Dieter Hoeneß im Kabinengang auf Michael Preetz. «Das war ganz zufällig. Wir haben uns die Hand gegeben, ganz normal», beschrieb Hoeneß mit einem Lächeln das brisante Wiedersehen mit seinem Nachfolger bei Hertha BSC.
Nach 13 Jahren in der Hauptstadt hatten sich die Wege von Hoeneß und Hertha im vergangenen Sommer im Unfrieden getrennt, das Verhältnis zu Preetz gilt seitdem als angespannt. Doch am Sonntag wirkte Hoeneß beim ersten Aufeinandertreffen mit seinem alten Arbeitgeber trotz des 1:5 seines neuen Clubs VfL Wolfsburg entspannt. «Ich habe mich von diesen Dingen komplett gelöst», behauptete der 58-Jährige.
Böse Gedanken an seinen unfreiwilligen Abgang in Berlin habe er keine mehr: «Mit etwas Abstand bleiben die schönen Momente.» Vor dem Spiel hatte Hoeneß in mehreren Interviews betont, dass ihn die Situation beim Tabellenletzten nicht kalt lasse und er sich wünsche, dass Hertha doch noch den Klassenverbleib schaffe. Mit Blick auf seinen alten Club gewann er dem Wolfsburger Debakel sogar etwas Positives ab: «Sie werden aus diesem Spiel wieder Hoffnung schöpfen.»