Nun hat auch Deutschlands Torhüter Nummer zwei gepatzt. Nach den Missgeschicken des Leverkuseners René Adler zeigte Konkurrent Manuel Neuer ebenfalls eine Schwäche und verschuldete einen Gegentreffer seines FC Schalke 04.
«Das erste Tor muss ich auf meine Kappe nehmen», gestand der 23-Jährige nach dem 2:2 beim Hamburger SV. Einen Freistoß von Piotr Trochowski hatte er äußerst unglücklich nach vorne abprallen lassen und HSV-Torjäger Ruud van Nistelrooy praktisch aufgelegt, der akrobatisch vollstreckte.
Schalke-Trainer Felix Magath wehrte Kritik an seinem Schützling ab. «Natürlich sieht der Torwart dann unglücklich aus, wenn so ein Ball kommt», erklärte Magath, «wir wissen, dass die Dinger flattern». Der Coach ärgerte sich nicht über seinen Keeper, sondern über den «völlig unnötigen» Freistoß. Auch Torschütze van Nistelrooy ergriff wegen der Tücken des modernen Balls Partei für seinen Kontrahenten: «Es war schwierig den Ball zu halten, weil er so geflattert hat.»
Seit sich Bundestrainer Joachim Löw auf Adler als Nummer eins für die Weltmeisterschaft festgelegt hat und sich die Fehler häufen, diskutiert die Fußball-Fachwelt wieder häufig über die Torhüter. Den Stammplatz bei der WM hat Neuer noch nicht abgehakt, daran wird wohl auch seine missglückte Abwehr nichts geändert haben.