Eintracht Frankfurt hätte Juvhel am liebsten in Gold gefasst. Dem 19-jährigen Tsoumou mit dem glanzvollen Vornamen gelang gegen den FC Bayern München das 1:1, ehe in Martin Fenin ein zweiter Joker nur 104 Sekunden später das 2:1 schoss.
«Der schönste Moment meines Lebens», schwärmte Tsoumou: «Das war unglaublich, wie in einem Weltmeisterschaftsfinale.» Dabei war der Angreifer mit der Erfahrung von nur sieben Bundesliga-Spielen in dieser Saison wegen einer langwierigen Knieverletzung zuvor noch nicht zum Einsatz gekommen. Jetzt durfte er in der 83. Minute aufs Feld, in der 87. prallte der Ball nach einem Abwehrversuch von Torwart Hans-Jörg Butt von seinem Fuß ins Bayern-Tor. «Ganz, ganz glücklich» war Tsoumou danach: «Das ist ein unbeschreiblicher Moment, wenn man dann in die Kurve schaut.»
Im Mittelpunkt stand der im kongolesischen Brazzaville aufgewachsene Vertragsamateur noch nicht oft: In der Jugend des FSV Zwickau begann er seine Karriere. 2006 versuchte er sich in der Akademie der Blackburn Rovers. Bei der Eintracht muss der deutsche U 19-Nationalspieler weiter Gas geben, sein Vertrag läuft im Sommer aus. Groß feiern konnte Tsoumou ohnehin nicht: «Ich muss morgen wieder spielen, bei den Amateuren.»