Die Ansetzung des brisanten Bundesliga-Nachbarschaftsduells zwischen dem 1. FC Köln und Borussia Mönchengladbach stößt auf Kritik. «Wir sind alle nicht glücklich über diesen Termin», sagte Borussia-Sportdirektor Max Eberl.
Das rheinische Derby gehört seit Jahren wegen der Rivalität der Fans zu den Fußball-Risikospielen. Vor der Begegnung steht die Sicherheitsfrage daher mit im Blickpunkt. Die Kölner Polizei kündigte eine Verstärkung der Kräfte an. Knapp 200 Kölner und 60 Mönchengladbacher, die bereits als Hooligans aufgefallen sind, haben Stadionverbot. Aus Sicherheitsgründen untersagte die Bundespolizei zudem bahnreisenden Fußballfans auf der Strecke von und nach Köln die Mitnahme von Gläsern, Flaschen und alkoholischen Getränken im Zug. Beim Hinspiel im Oktober 2009 in Mönchengladbach war beim Derby ein umfassendes Alkoholverbot verhängt worden, nachdem es im März vergangenen Jahres am Rande des Spiels der Rivalen zu schweren Krawallen gekommen war.
In einer gemeinsamen Erklärung haben beide Vereine die Fans zu einem friedlichen Verhalten beim Derby am 19. März aufgefordert. «Übt keine Gewalt aus und droht keine an», hieß es in dem Appell an die Anhänger.
Aus sportlicher Sicht gehen die Gäste, die wieder auf den zuletzt fünf Wochen verletzten Thorben Marx setzen können, mit Zuversicht in die Partie. «Nach den beiden Niederlagen wollen wir mit einem Sieg die Kölner abhängen», sagte Gladbachs Trainer Michael Frontzeck, dessen Club sechs der vergangenen neun Auswärtspartien in Köln gewann. Gladbach rangiert in der Bundesliga-Tabelle mit 30 Punkten an 12. Stelle vor den Kölnern (27).