Dank Pizarro: Werder hält Anschluss an BVB und HSV
Sinsheim (dpa) - 14.03.2010, 17:46 Uhr
Claudio Pizarro (l) von Bremen jubelt nach seinem Tor zum 1:0 mit Marko Marin.
Werder bleibt im Kampf um die internationalen Plätze in der Fußball-Bundesliga auf Schlagdistanz zum Duo aus Dortmund und Hamburg. Die Bremer setzten sich bei 1899 Hoffenheim mit 1:0 (0:0) durch. Torjäger Claudio Pizarro (80. Minute) markierte vor 30 150 Zuschauern in Sinsheim den entscheidenden Treffer. Die Bremer blieben im sechsten Pflichtspiel in Serie ungeschlagen und feierten im dritten Duell gegen Hoffenheim in dieser Saison den dritten Sieg. Die TSG bestand zwar mit einer beherzten Leistung den geforderten Charaktertest, wartet im tristen Niemandsland der Tabelle aber weiter auf einen Lichtblick. «Ich denke wir haben ein gutes Spiel gemacht», meinte Hoffenheims Trainer Ralf Rangnick. «Das Ergebnis ist extrem bitter für die Jungs. Was die Einstellung angeht, kann man der Mannschaft keinen Vorwurf machen.» Sein Gegenüber Thomas Schaaf sagte: «Man hat gemerkt, dass das Spiel am Donnerstag doch viel Kraft gekostet hat. Wir waren diszipliniert in der Defensive, haben wenig zugelassen.» Matchwinner und Punktegarant Pizarro, der sein elftes Liga-Tor erzielte, lobte seine Mitspieler: «Die ganze Mannschaft hat viel gekämpft.»
Schaaf sah in Durchgang eins eine engagierte Vorstellung seiner Bremer, die er im Vergleich zum hart erkämpften 1:1 in der Europa League in Valencia auf zwei Positionen umstellte: Mesut Özil fehlte wegen Rückenproblemen, Marko Marin wurde geschont und nahm zunächst auf der Bank Platz. Rangnick musste auf fünf verletzte Spieler verzichten. Für den angeschlagenen Andreas Ibertsberger gab der junge Finne Jukka Raitala sein Bundesliga-Debüt. Die Hausherren taten sich gegen gute gestaffelte Bremer schwer, Gefahr strahlte Hoffenheim nur durch Distanzschüsse aus. Die Versuche von Carlos Eduardo (28.) und Maicosuel (35.) gingen knapp am Pfosten vorbei. Auf der Gegenseite konnten sich die Hoffenheimer bei Timo Hildebrand bedanken, dass es mit 0:0 in die Pause ging: Der frühere Nationalkeeper bewahrte die TSG mit einem Reflex vor dem Rückstand - Per Mertesacker war aus kurzer Distanz zum Abschluss gekommen (37.). |