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Bayern kämpft Freiburg nieder - Chaos in Berlin

Hamburg (dpa) - 13.03.2010, 21:49 Uhr

Der Münchner Torschütze Arjen Robben jubelt über seinen ersten Treffer zum 1:1.
Der Münchner Torschütze Arjen Robben jubelt über seinen ersten Treffer zum 1:1.

Bayern im Glück, Hertha vor dem Aus: Der FC Bayern hat durch einen hart erkämpften Sieg gegen den SC Freiburg die Tabellenführung in der Fußball-Bundesliga verteidigt.

Die Münchner bezwangen Freiburg mit 2:1 (0:1). Schlusslicht Hertha BSC verliert im Abstiegskampf immer mehr den Anschluss. Die Berliner unterlagen im «Kellerduell» gegen den 1. FC Nürnberg daheim mit 1:2 (1:0) und liegen damit nun acht Punkte hinter dem Relegationsplatz 16. Ein wichtiger Sieg gelang dagegen Hannover 96 beim 2:1 (1:1) gegen Eintracht Frankfurt. Für den VfL Bochum rückt nach dem bitteren 1:4 (0:2) gegen Borussia Dortmund die Abstiegszone wieder näher. Wenig Mühe hatte am 26. Spieltag Meister VfL Wolfsburg beim 4:0 (1:0) in Mönchengladbach. Der FSV Mainz 05 feierte trotz Unterzahl einen 1:0 (0:0)-Sieg gegen äußerst schwache Kölner.

In München sah es lange nach einer faustdicken Überraschung durch den Aufsteiger aus Freiburg aus. Cedrick Makiadi hatte den krassen Außenseiter in der 31. Minute mit einem Gewaltschuss in Führung gebracht. Die Hausherren mühten sich drei Tage nach dem glücklichen Weiterkommen in der Champions League lang vergeblich gegen tapfer kämpfende Freiburger. Am Ende entschied dann aber doch die Klasse von Arjen Robben. Mit einem Freistoß-Hammer (76.) und einem Foulelfmeter (83.) sorgte der Niederländer für ein bayerisches Happy End.

Im «Abstiegs-Endspiel» in Berlin übernahm die Hertha von Beginn an die Initiative und wurde durch das Tor von Theofanis Gekas belohnt (36.). Weil es die Berliner aber versäumten, den Sack zu zu machen, kam es, wie es kommen musste: Albert Bunjaku (61.) traf nach einem Eckball wie aus dem Nichts zum Ausgleich. In der Nachspielzeit verpasste Angelos Charisteas den Berlinern den endgültigen K.o. Zu chaotischen Szenen kam es dann unmittelbar nach dem Schlusspfiff, als mehr als 100 Randalierer aus dem Hertha-Fanblock den Platz stürmten und erst vor den Kabinen-Eingängen aufgehalten werden konnten.

In Hannover brachte Leon Andreasen die Hausherren mit seinem ersten Saisontor in Führung (14.). Kurz vor der Pause bestrafte dann Halil Altintop die Passivität der Niedersachsen und erzielte in der Nachspielzeit das 1:1. Die Eintracht übernahm nach der Pause die Kontrolle über das Spiel, wurde in ihren Bemühungen aber in der 54. Minute durch die Gelb-Rote Karte gegen Selim Teber jäh gebremst. Hannover nutzte die Überzahl prompt aus, Sergio Pinto traf zum 2:1 (57.). Eintracht-Profi Maik Franz (90.+1) sah auch noch Gelb-Rot.


Dortmund fand beim Revier-Nachbarn in Bochum schwer ins Spiel. Bei der Führung bekamen die Borussen dann tatkräftige Unterstützung von Bochums Kapitän Marcel Maltritz, der einen Freistoß mit dem Rücken ins eigene Tor beförderte (18.). Bochum war geschockt und wurde von Mohamed Zidan (27.) bestraft. Nach einer Tätlichkeit und der Roten Karte gegen Milos Maric schien die Partie für den VfL gelaufen zu sein. Trotz Unterzahl stemmten sich die Hausherren gegen die drohende Niederlage und trafen durch Lewis Holtby (53.). Ein Doppelschlag von Lucas Barrios (74./77.) beendete dann aber die Aufholjagd.

In Mainz sorgte ausgerechnet der zuletzt so stark aufspielende Aristide Bancé für den negativen Höhepunkt der ersten Hälfte: In der 27. Minute fuhr der Stürmer im Zweikampf gegen Pedro Geromel den Ellbogen aus und wurde nach der Tätlichkeit vom Platz gestellt. Trotz Überzahl brachten die Gäste aus Köln kaum Zählbares zustande - die Folge: André Schürrle erzielte den hochverdienten Siegtreffer (57.).

Weniger als 48 Stunden nach ihrem schweren Europacup-Auftritt in Kasan musste Meister Wolfsburg schon in Mönchengladbach ran. Aus einer stabilen Abwehr heraus erarbeiteten sich die «Wölfe» Vorteile und gingen kurz vor der Pause durch Zvjezdan Misimovic (41.) verdient in Führung. Alles klar machten nach dem Seitenwechsel Toptorjäger Edin Dzeko (49./Handelfmeter, 80.) und Christian Gentner (58.).

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