«96» gelingt Befreiungsschlag: 2:1 gegen Frankfurt
Hannover (dpa) - 13.03.2010, 18:21 Uhr
Der Hannoveraner Leon Andreasen (M) erzielt das Tor zum 1:0 gegen Frankfurt.
Sechs Punkte in acht Tagen gewonnen, von den eigenen Fans wie beim Aufstieg gefeiert, doch Hannover 96 bleibt Drittletzter. Der niedersächsische Fußball-Bundesligist gewann das Heimspiel gegen Eintracht Frankfurt 2:1 (1:1), rutschte in der Nachspielzeit jedoch wieder auf den Relegationsrang, weil Angelos Charisteas dem 1. FC Nürnberg noch den Sieg in Berlin sicherte. «Ein Unentschieden wäre mir natürlich lieber gewesen», sagte 96-Trainer Mirko Slomka zu den drei FCN-Punkten. «Ich freue mich trotzdem über unseren Sieg, aber wir müssen weiter punkten.» Hannover zeigte eine Woche nach dem Sieg in Freiburg vor 38 847 Zuschauern in der AWD-Arena eine gute Leistung und bejubelte nach Toren von Leon Andreasen (14. Minute) und Sergio Pinto (57.) den ersten Heimsieg seit dem 24. Oktober. «Das war ein geiles Gefühl, hier wieder zu gewinnen», meinte Christian Schulz. Die Gäste, für die Altintop (45.+2) zum 1:1 traf, verloren neben den Punkten noch Selim Teber (55.) und Maik Franz (90.+1) durch Gelb-Rote Karten.
«Es ist schwer, unten rauszukommen», sagte Torschütze Andreasen: «Das muss man mit Herz machen. Genau so muss man das machen.» Die Gastgeber überzeugten aber nicht nur durch Einsatzwillen, sondern auch durch spielerisch starke Szenen. Abgesehen von einer kurzen Schwächephase vor der Pause war «96» das klar bessere Team. Die Hausherren erspielten sich klar mehr Chancen. Nachdem Koné und und Andreasen (3.) früh knapp gescheitert waren und Franz kurz danach Christian Schulz' Fallrückzieher von der Linie geholt hatte, fiel die verdiente Führung: Andreasen staubte nach einem schönen Angriff über die rechte Seite ab. Mit mehr Konsequenz hätte der Abstiegskandidat höher führen müssen, so durch Koné (33.). «Vor allem mit den ersten zwanzig Minuten war ich total unzufrieden, im Prinzip haben wir da schon verloren», sagte Eintracht-Trainer Michael Skibbe. |