Hertha-Frust nach 0:1-Niederlage beim HSV
Hamburg (dpa) - 06.03.2010, 18:37 Uhr
Hamburgs Eljero Elia (l) und der Berliner Raffael kämpfen um den Ball.
Gerackert, gekämpft und alles versucht - doch am Ende gab es für Hertha BSC wieder nichts zu holen. Der Tabellenletzte aus Berlin verlor beim Hamburger SV mit 0:1 (0:1) und weist mit 15 Zählern nun einen Rückstand von fünf Punkten aufs rettende Ufer auf. Dementsprechend bedient war Friedhelm Funkel nach seiner 450. Partie als Coach in der Fußball-Bundesliga. «Ich glaube der HSV weiß überhaupt nicht, warum er das Spiel gewonnen hat», sagte Funkel nach der «überzeugenden Leistung» seines Teams. Während sich die Berliner auch über den gleichzeitigen 2:1-Sieg von Hannover 96 beim SC Freiburg (beide 20 Punkte) ärgerten, waren die Hamburger froher Dinge. Schließlich baute der Tabellenvierte (43) am 25. Spieltag den Vorsprung auf den Nordrivalen Werder Bremen auf vier Punkte aus. Es sei schön, «auf die Tabelle zu gucken», sagte HSV-Coach Bruno Labbadia. Zuvor hatte Nationalspieler Marcell Jansen (40. Minute) mit seinem Treffer vor 53 905 Zuschauern dafür gesorgt, dass für die Hertha der drohende Absturz in die Zweitklassigkeit immer näher rückt. Erst kurz vor Anpfiff hatte sich der Einsatz von HSV-Keeper Frank Rost geklärt. Nach seiner Ellenbogenprellung stand der Routinier wie der fehlende Nationalspieler Jerome Boateng (Oberschenkelprobleme) zunächst nicht auf dem Aufstellungsbogen, gab aber beim Warmschießen Entwarnung. Anders als in der unmittelbaren Spielvorbereitung bekam Rost im ersten Durchgang nicht viel zu tun. Nur bei einem unplatzierten Kopfball und einem Linksschuss von Herthas einzigem Angreifer Adrián Ramos (14./33.) musste der 36-Jährige eingreifen.
Stattdessen prägten Ideenlosigkeit und Fehlpässe die Darbietung von beiden Seiten. Insbesondere das HSV-Angriffsspiel hakte anfangs. Ohne Nationalspieler Piotr Trochowski, dem Labbadia bis zur 70. Minute Youngster Tunay Torun vorzog, gab es für die beiden Sturmspitzen Mladen Petric und Eljero Elia kaum verwertbare Zuspiele. Kurz vor der Pause drückten die Hausherren dann aber nochmals aufs Tempo - und wurden prompt belohnt. Nach einem Solo von Torun, der seinen Startelf-Einsatz rechtfertigte, landete der Ball bei Jansen. Der Linksfuß ließ sich diese Chance nicht entgehen und «tunnelte» Berlins Torhüter Jaroslav Drobny mit seinem sechsten Saisontor. |