Bayern München fast gestrauchelt - Nur 1:1 in Köln
Köln (dpa) - 06.03.2010, 19:44 Uhr
Der Kölner Lukas Podolski (l) erzielt das 1:0 per Freistoß.
24 Mal war Bayern München Jäger, doch nach nur einem Spieltag muss der Rekordmeister schon wieder um die Lieblingsrolle des Gejagten bangen: Gewinnt Bayer Leverkusen beim «Club» in Nürnberg, verlieren die Bayern ihre Top-Position. «Der letzte Spieltag ist der wichtigste, um Tabellenführer zu sein» - nach dem 1:1 (0:1) beim 1. FC Köln prophezeite Bayern-Chefcoach Louis van Gaal bis zum Ende der Bundesliga-Spielzeit 2009/2010 einen Fußball-Dreikampf um den Titel, in dem der Niederländer auch Schalke 04 als Herausforderer sieht: «Die zeigen jede Woche eine gute Leistung.» Seine Bayern, die Bayer-Werkself und Schalke - «zwischen diesen drei Clubs wird es ausgehen», sagte van Gaal nach dem Remis von Müngersdorf. Der lange erfolglose ehemalige Münchner Lukas Podolski traf vor 50 000 Zuschauern im ausverkauften Kölner Stadion für den FC (32. Minute), sein Kumpel Bastian Schweinsteiger besorgte das 1:1 (58.), das Sportdirektor Christian Nerlinger keineswegs zufriedenstellte: «Die Meisterschaft bleibt spannend. Das freut alle - nur uns nicht.»
Immerhin: Mit Schweinsteigers zweitem Saisontreffer verhinderte die Van-Gaal-Elf die erste Pleite nach 17 Bundesligaspielen ohne Niederlage und hatte bei zwei Aluminium-Treffern von Schweinsteiger und des eingewechselten Franck Ribéry in den zweiten 45 Minuten auch nicht das nötige Quäntchen Glück. «Das muss man ab und zu auch erzwingen, das haben wir aber 30 Minuten lang nicht getan», kommentierte van Gaal den Punktverlust. Eine Viertelstunde trumpften die Bayern auf, doch die Gastgeber, angeführt von dem überragenden Podolski, hielten plötzlich dagegen. «Wir haben uns gesteigert und vor allem in den ersten 45 Minuten als Mannschaft sehr gut gespielt. Das Unentschieden geht in Ordnung, mein Team hat es sich verdient und erarbeitet», sagte FC-Trainer Zvonimir Soldo nach den 90 Minuten, die für Podolski zu einer regelrechten Befreiungsaktion wurden: Nach 1425 Minuten Pause traf der Nationalstürmer wieder, Soldo hofft, dass der 10-Millionen-Euro-Mann «jetzt eine Serie startet». |