Schalke bleibt im Titelrennen: Sieg in Frankfurt
Frankfurt/Main (dpa) - 06.03.2010, 18:42 Uhr
Frankfurts Alex Meier kann den Kopfball von Schalkes Joel Matip nicht verhindern.
Schalke 04 hat seinen Höhenflug in der Fußball-Bundesliga fortgesetzt, doch Trainer Felix Magath war auch nach dem 4:1 (2:0)-Auswärtssieg bei Eintracht Frankfurt um Bodenhaftung bemüht. «Wir haben unsere Situation in der Tabelle stabilisiert, jetzt aber ein schweres Programm vor uns. Erst nach den nächsten vier Spielen werden wir sehen, wohin wir uns orientieren können», sagte Magath. Mit 51 Punkten schoben sich die «Königsblauen» zumindest für 24 Stunden auf den zweiten Tabellenplatz vor und liegen nur noch zwei Zähler hinter Spitzenreiter Bayern München, der beim 1:1 in Köln patzte. Die Schalker nahmen dagegen erfolgreich die Hürde in Frankfurt. In der mit 51 500 Zuschauern ausverkauften Commerzbank Arena brachten Joel Matip (12.) und Benedikt Höwedes (15.) die Gäste mit einem frühen Doppelschlag in Führung. Nach dem Anschluss durch Alexander Meier (52.) machten Ivan Rakitic (80.) und Kevin Kuranyi (89.) den verdienten Erfolg perfekt. «Ich bin froh, dass wir hier gewonnen haben. Der Sieg war nicht so deutlich, wie es vom Ergebnis erscheint», meinte Magath. Der Schalke-Coach überraschte mit einem taktischen Schachzug, indem er den etatmäßigen Rechtsverteidiger Rafinha links in die Viererkette beorderte. Der Brasilianer unterband nicht nur die gefürchteten Flankenläufe von Frankfurts Patrick Ochs, sondern bereitete auch die frühe Führung vor. Nach einem kurz ausgeführten Eckball flankte Rafinha auf den Kopf von Matip, der Oka Nikolov im Eintracht-Tor aus kurzer Distanz überwand.
Nur 180 Sekunden später war die Abwehr der Hessen erneut nicht im Bilde. Dieses Mal kam Höwedes frei zum Kopfball und ließ sich die Chance zum 2:0 nicht entgehen. «Wir wussten über die Gefährlichkeit der Schalker bei Standards Bescheid. Dennoch sind wir schnell ins Hintertreffen geraten. Darüber bin ich maßlos enttäuscht. Mit der ersten Halbzeit war ich total unzufrieden», kritisierte Frankfurts Trainer Michael Skibbe. Sein Team hatte vor dem Wechsel wenig zu bieten. Halil Altintop sah als einzige Sturmspitze gegen seine Ex-Kollegen keinen Stich, und auch aus dem Mittelfeld entwickelte die Eintracht kaum Druck und Torgefahr. Schalke beschränkte sich mit der beruhigenden Führung im Rücken auf das Nötigste und spulte routiniert sein Pensum herunter. Nach dem Wechsel verstärkte Skibbe mit Caio für Köhler die Offensive. Und sein Team legte viel engagierter los als im ersten Durchgang. Nach Vorlage von Ochs bugsierte Meier das Leder an Neuer vorbei zum Anschluss ins Netz und beflügelte damit die Bemühungen der Hausherren, die nun das Geschehen dominierten. Nach einer Stunde verpasste Ochs per Direktabnahme knapp den Ausgleich, kurz darauf rettete Höwedes in letzter Sekunde. «Da haben wir die Kontrolle verloren und sind ganz schön ins Rudern gekommen», stellte Magath fest. Die Gäste befreiten sich danach jedoch gekonnt aus der Umklammerung und machten bei einem herrlichen Konter zehn Minuten vor Schluss durch Rakitic alles klar.
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