Aufholjagd: Werder wahrt mit 2:2 Distanz auf VfB
Bremen (dpa) - 06.03.2010, 18:40 Uhr
Stuttgarts Pogrebnyak (l) erzielt das 1:0 gegen den Bremer Torwart Wiese (M).
Nach einer Aufholjagd hat sich Werder Bremen ein 2:2 (0:2) gegen den VfB Stuttgart erkämpft. Dank des Punktes hat Werder im Kampf um die Europa-League-Teilnahme die Nase weiter vor dem VfB und liegt in der Tabelle der Fußball-Bundesliga vier Punkte vor den Schwaben. Für die umjubelten Treffer sorgten vor 36 000 Zuschauer Hugo Almeida (75.) und Torsten Frings (81.) per Foulelfmeter. Für den VfB hatten zuvor Pawel Pogrebnjak (15.) und Sami Khedira (43.) getroffen. Werder bäumte sich nach dem Rückstand auf und holte sich mit viel Einsatz noch einen Zähler. Lange hatte es danach allerdings nicht ausgesehen, auch wenn die Werder-Profis schon in der ersten Halbzeit eine gute Phase gehabt hatten. Zwischenzeitlich war der VfB sicher und souverän aufgetreten, doch dann kippte das Spiel nach einem Fehler von Jens Lehmann. «Wir haben es verpasst, drei Punkte zu holen», kommentierte VfB-Trainer Christian Gross: «Wir hätten nach der Führung das dritte Tor machen müssen.» Zum Anschluss durch Almeida, bei dem Lehmann nicht gut aussah, erklärte er: «Ich habe es noch nicht aus einer Perspektive gesehen, aus der ich das endgültig beurteilen kann.»
Die Gastgeber hatten anfangs mehr Ballbesitz. Bei den Chancen scheiterten Naldo (21.) und Claudio Pizarro (31.) aber am bis dahin starken Lehmann. «Da hätten wir schon ein Tor machen müssen», sagte Werder-Clubchef Klaus Allofs. Insgesamt bot Werder jedoch zu wenig. «Die erste Halbzeit war zu passiv», kritisierte Trainer Thomas Schaaf. Die Stuttgarter verlegten sich aufs Kontern. Und das machten sie lange Zeit gut, spielten bei fast jeder Gelegenheit schnell nach vorne und zeigten sich anfangs vor dem Tor effektiver als die Bremer. Zunächst legte Alexander Hleb, der im Mittelfeld trotz der wachsenden Kritik erneut von Beginn an spielte, den Ball für Pogrebnjak ab, der nur einschieben musste. Beim zweiten Treffer drückte Khedira die von Timo Gebhart von rechts geflankte Kugel ins Netz. |