München (dpa) - 05.03.2010, 14:16 Uhr
Der Fall Amerell weitet sich aus. Eine angebliche E-Mail des in die Affäre verwickelten Referees Michael Kempter beschäftigt die Deutsche Fußball-Liga (DFL) und den FC Bayern München.
DFL-Chef Reinhard Rauball und Bayerns Vorstands-Chef Karl-Heinz Rummenigge verständigten sich telefonisch darauf, die in der E-Mail gemachten Aussagen von Kempter bezüglich des FC Bayern bei der kommenden Präsidiumssitzung auf die Tagesordnung zu setzen.
Amerell hatte in der TV-Sendung «Kerner» eine angeblich von FIFA-Schiedsrichter Kempter geschriebene E-Mail vom 11. April 2007 an seine Adresse öffentlich gemacht. In der Mail hatte Kempter seine Haltung zum Rekordmeister mit den Worten offenbart: «Freue mich auf's Bayernspiel. Hoffentlich fliegen sie gleich raus. Dann stoßen wir an!» Die Aussage soll bezogen gewesen sein auf das Rückspiel im Champions-League-Viertelfinale gegen den AC Mailand.
«Wir sind uns beide einig, dass unter anderem das Thema Kempter unter Einschluss der öffentlich gemachten E-Mails im Rahmen der Gesamtaufarbeitung der Thematik Schiedsrichterwesen zur Sprache gebracht wird», sagte Rauball. Bayern München reagierte mit einer Pressemitteilung und erklärte: «Nach Rücksprache und in Absprache mit dem Deutschen Fußball-Bund werden die in dieser E-Mail gemachten Aussagen bezüglich des FC Bayern München nun vom DFB geprüft. Wir haben in dieser Angelegenheit vollstes Vertrauen in den DFB».