Nürnberg (dpa) - 01.03.2010, 14:57 Uhr

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Die Feuerwerks-Randale seiner Fans beim Bundesliga-Spiel in Bochum hat den 1. FC Nürnberg auf den Plan gebracht. Der fränkische Fußball-Bundesligist will eine lückenlose Aufklärung der Vorfälle im Bochumer rewirpowerStadion.
Beim Abbrennen von bengalischem Feuer und Pyrotechnik wurden neun Menschen verletzt. Bei der Suche nach den Verursachern will der «Club» eng mit den Sicherheitsbehörden zusammen arbeiten, zudem plant der FCN einen Maßnahmenkatalog mit strengerem Kartenverkauf und intensiven Kontrollen der Fans.
Nürnbergs Sportdirektor Martin Bader bekräftigte auf der FCN- Internetseite, der Club werde alles daran setzen, die Verursacher zu finden. «So etwas schadet nicht nur dem Verein, sondern der ganzen Bundesliga», sagte Bader, «wir wollen eine lückenlose Aufklärung und werden alles daran setzen, die Täter, die andere Zuschauer, aber auch sich derart gefährdet haben, zu ermitteln. Wir arbeiten dabei Hand in Hand mit dem VfL Bochum und den Sicherheitsbehörden zusammen».
Bader betonte, dass «die Sicherheit und die Gesundheit aller Zuschauer höchste Priorität hat. Die Szenen in Bochum haben wieder gezeigt, warum Pyrotechnik verboten ist». Künftig will sich der FCN bei Auswärtsspielen noch enger mit den jeweiligen Vereinen und Sicherheitsbehörden vor Ort über notwendige zusätzliche Maßnahmen austauschen. In den kommenden Tagen sollten intensive Gespräche mit der Nürnberger Ultra-Szene geführt werden.
«Wir sind es dem Gros unserer Fans schuldig, dass wir an den Tätern ein Exempel statuieren», erklärte FCN-Sicherheitschef Daniel Kirchner in der Nürnberger «Abendzeitung». Schadensersatz- Prozesse seien aber erst der zweite Schritt. Zunächst ermittle die Polizei wegen des Verstoßes gegen das Sprengstoffgesetz, vorsätzlicher schwerer Körperverletzung, Verstoßes gegen das Versammlungsrecht und Beihilfe zu einer Straftat.
Ein Maßnahmenkatalog soll ausgearbeitet werden. Vorgesehen ist der ausschließliche Verkauf von personifizierten Tickets wie bei der Weltmeisterschaft 2006 und der EURO 2008. Fan- Busse sollen bei der Anreise intensiver kontrolliert werden. Beim Vorgehen gegen Gewalt und Vandalismus setzt der «Club» auch auf aktive Mithilfe seiner Fans und Zuschauer im Nürnberger Stadion. Der Verein muss mit kostspieligen Konsequenzen rechnen. In der Saison 2007/2008 war er mit 80 000 Euro Strafe belegt worden. Im Spiel gegen Frankfurt hatten Fans Knallkörper gezündet und eine Leuchtfackel auf das Spielfeld geworfen. Deshalb war die Partie für 20 Minuten unterbrochen worden.