Lukas Podolski hat das Toreschießen verlernt. Seit sage und schreibe 1393 Minuten wartet der mit großen Hoffnungen von Bayern München zu «seinem» 1. FC Köln zurückgekehrte Nationalstürmer nun schon auf einen Treffer im deutschen Fußball-Oberhaus.
Während er in der Auswahl des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) mit 37 Treffern in 69 Länderspielen seit Jahren zuverlassig seine «Buden» macht, kann er im Bundesliga-Alltag derzeit anstellen, was er will: Das gegnerische Gehäuse ist für «Poldi» seit dem 5. Spieltag wie vernagelt. Das bisher einzige Saisontor des 24-Jährigen datiert vom 13. September, als er bei der 1:2-Niederlage gegen den FC Schalke 04 traf.
Seitdem herrscht Ebbe. Kritik wurde laut an dem Torjäger außer Dienst. FC-Trainer Zvonimir Soldo («Die Diskussionen um Lukas helfen keinem weiter, ich will das nicht mehr hören») versuchte, den an sich schussstarken Linksfüßer aus der Schusslinie zu nehmen. Doch auch beim an sich wertvollen 0:0 bei Spitzenclub Bayer Leverkusen ging Podolski wieder leer aus - das geht nun schon seit hochgerechnet mehr als 22 Stunden so. Dafür kämpfte er vorbildlich und kassierte seine bereits siebte Gelbe Karte in dieser Spielzeit - mangelnden Einsatz will er sich nicht auch noch vorwerfen lassen. Denn erst kürzlich hatte er versprochen: «Für den FC gebe ich alles.»