Rakitic sorgt für Schalker 2:1 gegen Dortmund
Gelsenkirchen (dpa) - 26.02.2010, 22:40 Uhr
Der Schalker Edu (l) schießt den Ball vor Nelson Valdez (r) aus der Gefahrenzone.
Mit einem Sonntagsschuss hat Ivan Rakitic dem FC Schalke 04 im 135. Revierderby gegen den Erzrivalen Borussia Dortmund den Sieg beschert. Der Kroate sorgte mit seinem Treffer in der 83. Minute für den 2:1 (0:0)-Endstand in einer zum Schluss packenden Partie. Zuvor hatte Schalkes Verteidiger Benedikt Höwedes (66. Minute) per Kopf die BVB-Führung durch einen von Nuri Sahin verwandelten Foulelfmeter (47.) ausgeglichen. «Wir haben, als wir im Rückstand lagen, richtig Tempo gemacht und dann auch unsere Tore erzwungen», sagte Schalkes Trainer Felix Magath. Sein Dortmunder Kollege Jürgen Klopp war restlos bedient: «Uns ist ein bisschen das Herz in die Hose gerutscht.» Mit dem Heimerfolg vor 61 673 Zuschauern in der Gelsenkirchener WM-Arena festigten die Schalker (48 Punkte), die den längeren Atem hatten, den dritten Platz in der Fußball-Bundesliga. Die Borussia ist mit 39 Zählern weiter Fünfter. «Wir haben das Spiel in der Hand und haben es einfach hergegeben. Das darf nicht passieren», klagte der enttäuschte BVB-Verteidiger Neven Subotic. «Ich bin überglücklich. Gott sei Dank hat es noch geklappt», sagte Matchwinner Rakitic nach seinem Siegtreffer.
Magath, dessen Torhüter Manuel Neuer nach sechs Zu-Null-Siegen in Serie in der Veltins-Arena erstmals wieder hinter sich greifen musste, hatte mal wieder eine Überraschung parat. Erstmals seit fünf Spielen stand Edu in der Startelf. Der Brasilianer kam für Joel Matip, hatte aber wie Sturmpartner Kevin Kuranyi im 4-4-2-System kaum gute Szenen. Bei den Dortmundern agierte Nelson Valdez für Torjäger Lucas Barrios (Gelbsperre) als einzige Spitze. Erstmals in dieser Saison stand nach mehreren Leisten-Operationen Sebastian Kehl im BVB- Kader, der am Ende noch eingewechselt wurde. «Die Schalker waren am Ende die Glücklicheren», sagte Kehl. Dies war Neuer egal, der sich einfach nur über den «Dreier» freuten: «Jetzt können wir ein bisschen feiern» Die Schalker, die gegen den Rivalen die letzte Heimniederlage vor fast fünf Jahren kassiert hatten, kamen zu Beginn kaum gefährlich vor das BVB-Tor. So hatte der Gegner die erste Chance. Ausgerechnet der mit lauten Pfiffen empfangene Kevin Großkreutz, der Neuer nach dem 0:1 im Hinspiel eine Tätlichkeit vorgeworfen hatte, hatte freie Bahn, konnte Schalkes Keeper (8.) aber nicht überwinden. |