Bayer auf Rekordjagd, Bayern in Lauerstellung
Düsseldorf (dpa) - 26.02.2010, 13:12 Uhr
Leverkusen-Trainer Heynckes möchte mit seinem Team an der Tabellenspitze bleiben.
Auf dem Weg zu einem historischen Rekord muss der Tabellenführer der Fußball-Bundesliga gegen den ungeliebten Lokalrivalen bestehen, doch mit dem Selbstbewusstsein eines unbesiegten Titelkandidaten will Bayer Leverkusen auch diese Hürde meistern. «Wir sind Spitzenreiter. Das wollen wir bleiben. Wir haben die Chance uns für die Champions League zu qualifizieren», sagte Trainer Jupp Heynckes, der mit seinem Team 23 Spiele lang ohne Niederlage ist und bei einem weiteren einen Bundesliga-Startrekord aufstellen kann. Den hatte Heynckes bislang selbst inne - mit dem FC Bayern München. Ein Sieg im 50. Bundesliga-Derby gegen den 1. FC Köln würde den Spitzenreiter den Saisonzielen ein Stück näher bringen. Heynckes warnt zwar davor, das Spiel gegen den Nachbarn von der anderen Rheinseite auf die leichte Schulter zu nehmen, aber so recht glaubt niemand, dass die zur Zeit außer Form spielenden Kölner die Bayer-Erfolgsserie beenden können. Zumal Leverkusen in den letzten 13 Duellen mit dem FC nie als Verlierer vom Platz ging. «Meine Spieler sind nicht anfällig dafür, solche Mannschaften zu unterschätzen», betonte der Leverkusener Trainer.
Der FC Bayern kann diesmal nachlegen, hat aber mit dem Hamburger SV den weitaus unangenehmeren Gegner. Doch einen passenderen Rahmen zur ersten Tabellenführung nach 57 Spieltagen kann es kaum geben: Der Club feiert an diesem Tag seinen 110. Geburtstag. Für Trainer Louis van Gaal gibt es keinen Grund, den Gegner nach dem Kräfte zehrenden Auftritt in Eindhoven zu unterschätzen. «Für Hamburg ist es ein großes Spiel, und sie haben eine Mannschaft, die große Spiele gewinnen kann. Aber wir müssen einfach unseren Weg gehen», sagte der Bayern-Coach, der zuletzt in der Bundesliga mit seinem Team im Hinspiel beim HSV unterlag und seitdem seit 16 Spielen unbesiegt ist. Mit dem Einzug dreier Clubs ins Achtelfinale der Europa League hat die Bundesliga ihren internationalen Ruf mächtig aufpoliert, der Preis dafür könnte allerdings hoch sein. Während der VfL Wolfsburg im Niedersachsen-Derby bei Hannover 96 ebenso erst am 28. Februar antreten muss wie der HSV in München, hat Werder Bremen knapp 40 Stunden nach dem 4:1 gegen den FC Twente Enschede die nächste Partie beim FSV Mainz 05 zu überstehen. «Wir haben schon einige dieser Runden gespielt und solche Situationen überstanden», sagte Werders Geschäftsführer Klaus Allofs. |