Bestärkt in ihrer Auffassung hat die DFB-Gremien ein Brief des bayerischen Unparteiischen Udo Konstantopoulos, in dem er eine Szene in der Sportschule Duisburg-Wedau aus dem Jahr 2005 beschrieb. «Die Aussage meines Mandanten stimmt mit den Angaben des betroffenen Schiedsrichters überein. Damit steht fest, dass Herr Konstantopoulos die Wahrheit gesagt hat. Wir werden deshalb die Unterlassungserklärung nicht abgeben», kündigte Stefan Kollerer, Rechtsanwalt von Bayernliga-Schiedsrichter Konstantopoulos an. Dessen Schilderung habe deutlich gemacht, «dass es nicht weitergehen konnte», sagte DFB-Chef Zwanziger. «Wenn sich Amerell ungerecht behandelt fühlt, dann nicht vom DFB. Sondern von den Menschen, mit denen er zusammen war», meinte der DFB-Chef. Juristische Schritte ständen ihm offen. «Dann muss er Strafanzeige wegen Verleumdung oder übler Nachrede stellen.» Der Präsident lobte Kempter für seinen Mut, an die Öffentlichkeit zu geben. «Ich hatte einen Vorabdruck von einem Zeitungsinterview. Und ich habe mit ihm telefoniert», berichtete der DFB-Chef, der hofft, dass «Kempter schnell wieder in der Bundesliga pfeift». Anfang der kommenden Woche erwartet der DFB ein Gutachten, in der die Affäre rechtlich beurteilt wird. Daraus sollen auch Schlüsse für die zukünftige Arbeit gezogen werden. «Wir müssen Strukturen entwickeln, die enge Bindungen von Beobachter und Schiedsrichter weitgehend unmöglich machen.» Auch ein sogenannter Ombudsmann wäre eine Möglichkeit. Zwanziger: «Vor allem brauchen wir Transparenz.»
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