Die Rückkehr in die Stätte seines größten Triumphes hatte sich Felix Magath anders vorgestellt. Engagiert sollte sich sein Team beim deutschen Meister in Wolfsburg den Sieg erkämpfen und näher an die Tabellenspitze heranrücken.
Doch der VfL durchkreuzte den bewährten Erfolgsplan des eigenen Meistermachers aus der Vorsaison und stoppte mit einem 2:1 die Negativserie von 13 sieglosen Pflichtspielen. «Der VfL hat sich den Sieg verdient», musste selbst Magath nach dem Spiel anerkennen.
«Nein, es ist kein besonderes Spiel für mich», behauptete der Trainer noch vor der Partie in der VW-Arena. Für den 56-jährigen Tausendsassa ist es in der Tat nicht ungewöhnlich, gegen einen ehemaligen Verein anzutreten. Acht Bundesligisten hat der Aschaffenburger mit dem listigen Lächeln bisher trainiert.
In Wolfsburg revidierte er dann jedoch seine Meinung. «Die Zuschauer haben mich sehr herzlich empfangen, das hat gut getan», sagte Magath, den die VfL-Anhänger vor seinem ersten Auftritt in Wolfsburg nach der Meisterschaft lautstark begrüßt hatten. «Es macht einen stolz, dass man immer noch gerne gesehen ist.» Angesichts des zweiten Saisonsieges der Wolfsburger gegen Schalke wird er das auch in Zukunft bleiben.