Wichtiges 3:0 in Freiburg: Hertha BSC holt auf
Freiburg (dpa) - 21.02.2010, 19:09 Uhr
Der Berliner Adrian Ramos bejubelt seinen Treffer zum 0:1.
Neue Hoffnung für Hertha BSC, großer Ärger beim SC Freiburg: Durch einen verdienten 3:0 (2:0)-Erfolg beim direkten Konkurrenten haben die Berliner wichtige Punkte im Abstiegskampf der Fußball-Bundesliga gutgemacht. Der Tabellenletzte hat jetzt nur noch zwei Zähler Rückstand auf den Relegationsplatz 16 und auch der Aufsteiger liegt nach dem neunten sieglosen Spiel in Serie bloß vier Punkte vor den Berlinern. «Das ist ein Aufbruchsignal», sagte Hertha-Manager Michael Preetz. Die Tore für seine Mannschaft schossen Adrian Ramos (28.) und Cicero (35./57.). Nach dem Spiel gaben beide Lager ein völlig unterschiedliches Bild ab. Die Berliner demonstrierten Zuversicht, Trainer Friedhelm Funkel meinte: «Unser Aufwärtstrend hält weiter an, wir sind zurzeit sehr stabil.» Der Tabellenletzte hat seit dem Beginn der Rückrunde acht Punkte auf Freiburg und neun auf Hannover 96 aufgeholt und gezeigt, dass er seinen Konkurrenten auch in puncto individuelle Qualität um einiges voraus hat. Der zweifache Torschütze Cicero und vor allem Regisseur Raffael boten ein starkes Spiel.
Freiburg stellte dagegen einen neuen Bundesliga-Rekord auf: Sechs Heimspiele in Folge blieb noch kein Club ohne Tor. Entsprechend schlecht war die Stimmung beim Tabellen-15.: Die Fans pfiffen ihre Spieler schon zur Pause aus. Der Mannschaft fehlten die Klasse, ein System, der Glaube an sich selbst und eine spielerische Linie. «Die Enttäuschung ist riesengroß. Nach dem 0:1 ist unser mentales Gerüst in sich zusammen gebrochen», sagte Trainer Robin Dutt. Sportdirektor Dirk Dufner sprach nach 90 Minuten ohne nennenswerte Torchance von der «mit Abstand schlechtesten Saisonleistung». Für zusätzlichen Ärger sorgte Mohamadou Idrissou. Weil sich der Stürmer ein nicht näher beschriebenes Fehlverhalten gegenüber seinen Mitspielern leistete, setzte Dutt ihn auf die Bank. «Ich kann darauf nicht näher eingehen, aber es betrifft eine Angelegenheit innerhalb der Mannschaft», sagte der Trainer. Ob Idrissou in Mönchengladbach wieder dabei ist, hängt von den Gesprächen in den nächsten Tagen ab. «Wir brauchen einen Spieler wie Mo natürlich für den Klassenerhalt. Aber da muss von ihm einiges kommen. Wenn nicht, müssen wir mit den Spielern arbeiten, die unbedingt wollen», meinte Dutt. Neuzugang Hamed Namouchi kam derweil im Mittelfeld zu seinem Bundesliga-Debüt. Aber auch er konnte die spielerischen Mängel des SC nicht beheben. |