Bayer Leverkusen will auch ohne Defensivspezialist Sami Hyypiä die Rekordjagd in der Fußball-Bundesliga fortsetzen. Der Finne, in dieser Saison ein Erfolgsgarant der Werkself, sitzt bei Werder Bremen eine Gelbsperre ab.
Er fällt erstmals bei einem Punktspiel aus - im Pokal war Bayer ohne den Routinier in Kaiserslautern ausgeschieden. Stefan Reinartz rückt für Hyypiä in die Viererkette. «Wir werden es verstehen, den Ausfall von Hyypiä so zu kompensieren, wie alle anderen Ausfälle in dieser Saison. Ich mache mir darüber keine Sorgen», sagte Leverkusens Trainer Jupp Heynckes.
Unter seiner Regie ist die Bayer-Mannschaft seit 22 Ligaauftritten unbezwungenen. Verliert Leverkusen in Bremen bei der Neuauflage des DFB-Pokalendspiels von 2009 nicht, hätte Heynckes seinen eigenen Saisonstart-Rekord mit dem FC Bayern aus der Spielzeit 1988/1989 eingestellt. «Wir sind stabil», sagte Sportdirektor Rudi Völler und machte der Mannschaft Mut für die Auswärtspartie bei seinem Ex-Club.
Bei Werder richten sich alle Blicke auf den seit Wochen schwächelnden Mesut Özil. Der Nationalspieler steckt in einem Leistungstief, beim 0:1 in der Europa League in Enschede wurde er nach 66 Minuten ausgewechselt. Ganz verzichten wird Trainer Thomas Schaaf auf Özil aber wohl nicht - es fehlt an Alternativen. Zumal auch der Einsatz von Claudio Pizarro, Aaron Hunt und Petri Pasanen fraglich ist.
Schaaf will die Personalentscheidungen kurzfristig treffen und kündigte gleichzeitig harte Gegenwehr und ein flottes Spiel an: «Beide Mannschaften verfügen über hohes spielerisches Potenzial und Bayer wird genauso bedrängt wie wir.»