Bunjaku will die Bayern stoppen - Ribéry verletzt
München (dpa) - 19.02.2010, 16:27 Uhr
Der Nürnberger Albert Bunjaku bejubelt einen Treffer gegen den VfB Stuttgart.
Ohne Franck Ribéry jagen die Bayern Spitzenreiter Bayer Leverkusen und den Bundesliga-Rekord - aber ein Schweizer will der Siegesserie des deutschen Fußball-Rekordmeisters ein Ende bereiten. Albert Bunjaku ist im 180. bayerischen Derby zwischen dem 1. FC Nürnberg und Bayern München der Hoffnungsträger der abstiegsbedrohten Franken, die seit vier Monaten kein Heimspiel mehr gewonnen haben. «Die Bayern sind zwar derzeit in überragender Form, aber warum sollen wir keine Chance haben?», fragt der Stürmer, der beim «Club» mit elf Treffern bester Torschütze ist. Dass die Bayern kurzfristig auf Ribéry verzichten müssen, dürfte die fränkischen Chancen erhöhen. Der 26-jährige Franzose könne wegen einer Prellung am rechten Unterschenkel nur zuschauen, gab Trainer Louis van Gaal bekannt. Aus «Vorsorge» werde man den Mittelfeldakteur draußen lassen. Der Coach befürchtet aber keinen längeren Ausfall: «Er ist verletzt, aber nicht so schwer», sagte van Gaal. Nürnberg schwebt auf dem vorletzten Tabellenplatz liegend in akuter Abstiegsgefahr, die Bayern dagegen eilen von Erfolg zu Erfolg.
13 Pflichtspiel-Siege feierten die Münchner zuletzt, davon neun in der Bundesliga. Mit einem weiteren würden sie gar eine ligaweite Bestmarke einstellen: Zehn Bundesliga-Erfolge nacheinander in einer Saison waren bisher nur Borussia Mönchengladbach (1986/87) und dem VfL Wolfsburg (2008/09) gelungen. Van Gaal schränkte ein: «Es ist jede Woche schwieriger.» Nürnberg sei «natürlich keine Spitzenmannschaft, aber sie können trotzdem gegen Bayern München gewinnen. Das müssen wir vermeiden.» Nationalstürmer Mario Gomez kündigte an, die Serie fortsetzen zu wollen, um «vielleicht schon nächstes Wochenende auf Platz eins» zu stehen. «Wenn wir hart arbeiten, geht auch etwas», glaubt Bunjaku. Der 25- Jährige hat sich als Glücksgriff für den FCN entpuppt. Vor 13 Monaten, im Januar 2009, holte ihn Sportdirektor Martin Bader vom Drittligisten Rot-Weiß Erfurt an den Valznerweiher. Ein halbes Jahr zuvor hatte sich der Eidgenosse bundesweit in die Schlagzeilen geschossen, als er bei Erfurts 3:4-Pleite in der ersten DFB-Pokal- Runde zwei Tore gegen die Bayern erzielt hatte. Es war das «Spiel meines Lebens» - nun soll ein weiteres folgen, «vielleicht auch ohne Bunjaku-Tor, denn es wird Zeit, dass ich mal wieder ein Tor auflege». |