Skibbe bestätigt - Boss Bruchhagen hält Ball flach
Frankfurt/Main (dpa) - 15.02.2010, 12:52 Uhr
Der Frankfurter Halil Altintop (r) bejubelt seinen Treffer zum 2:1 mit Alexander Meier (l) und Patrick Ochs.
Trainer Michael Skibbe fühlte sich bestätigt, Vorstandsboss Heribert Bruchhagen hielt den Ball flach. «Warten wir mal ab. Vor drei Monaten sind wir noch wegen falscher Einkaufspolitik verteufelt worden», betonte der 62-Jährige nach dem 2:1-Sieg über den SC Freiburg. Der Sieg durch das Last-Minute-Tor von Stürmer-Neuzugang Halil Altintop verstärkte den Heißhunger der Hessen auf die internationalen Ränge. «In den nächsten Spielen wird sich zeigen, ob wir dem Druck standhalten», sagte Bruchhagen aber mahnend und mit Blick auf die kommenden Partien in Hamburg und Stuttgart. Die Punktzahl der vergangenen Saison (33) ist schon überboten, der Rückstand auf die fünftplatzierten Dortmunder Borussia (36 Punkte) auf nur noch zwei Zähler geschmolzen. Altintop sei Dank. «Da sieht man, was ein guter Stürmer ausmacht», sagte Skibbe. Er fühlte sich nachdrücklich bestätigt, in der Winterpause hartnäckig die Verpflichtung eines Stürmers gefordert zu haben: Altintop erfüllt die Erwartungen. «Der Wechsel war genau das Richtige für mich», sagte der Türke, der bis Saisonende mit Kaufoption von Schalke 04 ausgeliehen wurde. Sein erster Treffer seit dem 25. April 2009 war eine Befreiung. «Aber», erklärte Altintop, «wenn du kurz vor Schluss ein Tor machst, ist das immer glücklich».
Für den 44-jährigen Skibbe, der sich beim Thema Neuzugänge in der Winterpause mit Bruchhagen angelegt hatte, war allerdings längst nicht alles Gold. «Mit den ersten 30 Minuten war ich unzufrieden. Da waren wir gedanklich zu langsam, haben keine zweiten Bälle gewonnen. Erst nach dem Wechsel war Feuer unterm Dach.» Da hatte der von Ömer Toprak gefoulte Benjamin Köhler («Das muss man nicht pfeifen») mit einem Freistoß (40.) die Freiburger Führung von Papiss Cissé (25.) egalisiert. Der von Bauchschmerzen geplagte Torhüter Oka Nikolov hatte eine Flanke fallen gelassen und Cissé das Tor ermöglicht. Untröstlich war Freiburgs Trainer Robin Dutt. «Wir hatten den Punkt schon in der Hand», sagte er und ärgerte sich. Ein Befreiungsschlag von Mike Franz und eine Kopfballverlängerung von Alex Meier reichten, um die SC-Abwehr auszuhebeln. «Das darf nicht passieren», schimpfte Dutt. Nach der siebten Auswärtsniederlage haben die Freiburger nur noch zwei Punkte Vorsprung auf den Relegationsplatz 16. «Wir stehen brutal unter Druck», sagte Kapitän Heiko Butscher vor den «Wochen der Wahrheit» gegen Hertha BSC, in Mönchengladbach und gegen Hannover.
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