Mit zwei Treffern innerhalb von 90 Sekunden kurz nach seiner Einwechslung hat Weltklasse-Stürmer Ruud van Nistelrooy seine Torjäger-Qualitäten beim Hamburger SV gleich bei seinem zweiten Kurzeinsatz aufblitzen lassen. «Das ist fantastisch», meinte der Niederländer, der mit seinem Doppelpack ebenso wie Torhüter Frank Rost mit etlichen Paraden den 3:1-Sieg der Hanseaten beim VfB Stuttgart sicherte. Damit kassierten die Schwaben nach zuletzt fünf Siegen die erste Niederlage unter Trainer Christian Gross. Im Abstiegskampf hat der VfL Bochum mit dem 2:1-Erfolg gegen 1899 Hoffenheim einen großen Schritt Richtung Klassenverbleib gemacht. Seit sechs Spielen ist die Elf von Trainer Heiko Herrlich unbesiegt, der Vorsprung auf den Relegationsplatz beträgt bereits acht Punkte. «Gut, dass wir mal einen größeren Schritt machen konnten. Ich spüre immer noch das Messer des Abstiegsgespensts am Hals», meinte Torhüter Philipp Heerwagen. Ganz anders die Situation beim Tabellen-17. Hannover 96. Seit elf Spielen sind die Niedersachsen ohne Sieg, das 1:5 gegen Werder Bremen war ein weiteres Debakel. «Diese Leistung war ein Desaster. Nach dem 0:1 sind wir in eine Schockstarre gefallen», sagte der ratlos wirkende Trainer Mirko Slomka. Für die Bremer, die nach ihrer Krise den dritten Sieg in Serie schafften, war das Nord-Derby ein besseres Trainingsspiel, schon zur Pause lag Werder mit 4:0 vorn. Ein Psychologe soll Hannover aus dieser prekären Lage heraushelfen. Auch der 1. FC Nürnberg schafft den Sprung aus dem Tabellenkeller nicht. Beim 1:2 in Mönchengladbach fühlten sich die Franken beim Siegtreffer durch Rob Friend vom Schiedsrichter benachteiligt, zeigten aber insgesamt eine schwache Leistung. Aus der Schwäche der Konkurrenz kann Tabellenschlusslicht Hertha BSC bislang keinen Nutzen ziehen. Zwar haben die Berliner den Abstand zum Relegationsplatz von zehn Punkten zur Winterpause auf fünf verkürzen können, doch beim 1:1 gegen Mainz 05 vergab der Club erneut einen Punkte-Dreier vor eigenem Publikum.
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