HSV dank van Nistelrooys Doppelpack 3:1 beim VfB
Stuttgart (dpa) - 13.02.2010, 18:50 Uhr
Ruud van Nistelrooy feiert nach seinem Gala-Kurzeinsatz.
Ruud van Nistelrooy hat den Hamburger SV vor einer Mini-Krise bewahrt. Mit seinem Doppelschlag innerhalb von 90 Sekunden (75./76. Minute) sicherte der niederländische Neuzugang den Norddeutschen den 3:1 (1:0)-Erfolg beim VfB Stuttgart. «Fantastisch, so gut reinzukommen», sagte van Nistelrooy freudestrahlend. «Das war ein sehr schöner Nachmittag.» Der Tabellenvierte der Fußball-Bundesliga feierte nach zuvor drei sieglosen Spielen den ersten «Dreier». Die zuvor unter Trainer Christian Gross sechsmal ungeschlagenen Schwaben mussten dagegen die erste Niederlage unter dem Schweizer hinnehmen. Marcus Berg hatte den überzeugenden HSV in Führung (23.) gebracht. Christian Träsch glückte vor 41 500 Zuschauern in der Mercedes-Benz Arena der zwischenzeitliche Ausgleich (55.). «Ruud hat seine Qualität gezeigt», lobte HSV-Trainer Bruno Labbadia den Super-Star. «Er hat das gemacht, weshalb wir ihn geholt haben.» Sein Stuttgarter Kollege Gross bezeichnete van Nistelrooy und den hervorragenden Torhüter Frank Rost als «entscheidend». Die Hamburger hätten abgeklärter agiert.
Die Hanseaten ergriffen sofort die Initiative und ließen den VfB nicht wie gewohnt ins Spiel kommen. Es dauerte einige Zeit, bis die Schwaben selbst zu erwähnenswerten Offensiv-Aktionen kamen. Obwohl die Hamburger zuletzt das Siegen scheinbar verlernt hatten und erneut ein halbes Dutzend Stammkräfte ersetzen mussten, agierten sie selbstbewusst und zielstrebig. Nachdem auch die Stuttgarter stärker aufkamen, entwickelte sich bei Temperaturen um den Gefrierpunkt eine abwechslungsreiche und sehenswerte Partie mit guten Chancen auf beiden Seiten. Der HSV ging aufgrund seiner überlegenen Anfangsphase verdient durch Berg in Führung. Allerdings profitierte der Schwede bei seinem vierten Saisontreffer per Distanzschuss von der Unentschlossenheit der VfB-Innenverteidiger Serdar Tasci und Matthieu Delpierre. Der Franzose bestritt nach auskuriertem Zehenbruch seinen ersten Einsatz in der Rückrunde. «Wir haben beim ersten und zweiten Gegentreffer schlecht verteidigt», kritisierte Gross seine Defensive. |