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HSV: Entscheidung über Sportdirektor steht an

Hamburg (dpa) - 11.02.2010, 15:52 Uhr

Urs Siegenthaler ist als Sportdirektor beim HSV im Gespräch.
Urs Siegenthaler ist als Sportdirektor beim HSV im Gespräch.

DFB-Chefscout Urs Siegenthaler steht vor dem Absprung zum Hamburger SV. Noch hat der Bundesligist das Engagement des Schweizers, der zuletzt für den Deutschen Fußball-Bund (DFB) beim Afrika-Cup in Angola auf Sichtungstour war, nicht bestätigt.

Doch am 16. Februar will der Aufsichtsrat des Vereins eine Entscheidung über den Nachfolger von Sportchef Dietmar Beierdorfer treffen. Dieser hatte den HSV im Juni vergangenen Jahres im Streit mit dem Vorstandsvorsitzenden Bernd Hoffmann verlassen. Der 62 Jahre alte Siegenthaler könnte im Sommer nach der WM beim HSV beginnen.

«Wenn die Aufsichtsratssitzung schon gewesen wäre, könnte ich mich äußern», meinte Clubchef Hoffmann vielsagend. Auch Aufsichtsratschef Horst Becker hielt sich zurück. Eine Erklärung will er erst nach der Sitzung des Kontrollgremiums am 16. Februar abgeben. Stuttgarts Trainer Christian Gross, wie Siegenthaler Schweizer, lobt seinen Landsmann: «Er macht eine hervorragende Arbeit. Er ist mit großer Leidenschaft dabei und liebt den Fußball. Urs hat ein großes Fachwissen. Ich würde mich für ihn freuen, wenn es klappt.»

Ursprünglich sollte Siegenthaler seinen am 31. Juli auslaufenden Vertrag beim DFB noch vor der WM in Südafrika bis 2012 verlängern. Nach den jüngsten Querelen um die Zukunft von Bundestrainer Joachim Löw und Nationalmannschaftsmanager Oliver Bierhoff ist jedoch auch sein Standbein beim DFB ins Wanken geraten.

Für HSV-Trainer Bruno Labbadia deutet sich damit Entlastung an. «Es macht Sinn, wenn es zu einer Steigerung führt und das Vakuums- Potenzial dadurch gefüllt wird», kommentierte er blumig die anstehende Sportdirektor-Verpflichtung. Derweil teilen sich Labbadia und die beiden Vorstände Katja Kraus und Hoffmann den Aufgabenbereich des Sportchefs. «Wir wollen Dinge verbessern. Wenn wir eine Person haben, werden wir es bekanntgeben», sagte Labbadia. Die Kompetenzen des Sportchefs beim HSV sollen jedoch beschnitten werden. Der Neue soll sich ausschließlich um konzeptionelle Dinge kümmern und nicht wie sein Vorgänger Beiersdorfer dem Vorstand angehören.


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