«Club» hofft auf Schäfer und Aufwärtstrend
Mönchengladbach (dpa) - 11.02.2010, 12:43 Uhr
Dieter Hecking beim Spiel gegen Stuttgart am Spielfeldrand.
Es winkt zumindest kurzfristig Platz 15, aber es droht auch ein weiterer Rückschlag im Kampf um den Klassenverbleib in der Fußball-Bundesliga. Der 1. FC Nürnberg hofft auf einen Aufwärtstrend und rechnet sich im Freitagspiel bei Borussia Mönchengladbach durchaus Chancen aus. «Wir wollen so weitermachen, wie wir die ersten Rückrundenspiele bestritten haben. Aber natürlich wollen wir vor allem erfolgreich spielen», sagte der neue Nürnberger Coach Dieter Hecking vor dem 50. Ligaduell mit den Gladbachern, die neun Punkte mehr auf dem Konto haben. Mit vier Zählern und zwei knappen Niederlagen haben sich die Franken unter Hecking seit Jahresbeginn zwar durchaus verbessert, rangieren aber weiterhin auf einem Abstiegsplatz. Allerdings bangt der Coach noch um den Einsatz des verletzten Torhüters Raphael Schäfer, der sich im Spiel gegen Stuttgart eine Fleischwunde zugezogen hat. Sollte es der Keeper nicht schaffen, steht Alexander Stephan als Ersatz bereit. Das Vertrauen seines Trainers hat der Ersatzmann. «Er hat an Ausstrahlung und Persönlichkeit gewonnen, dabei überragend trainiert», sagte Hecking dem «kicker». Die Entscheidung, wer das Nürnberger Tor hütet, fällt wohl erst kurz vor Spielbeginn.
Zumindest die Statistik spricht für die Gäste, die seit mehr als fünf Jahren kein Bundesligaspiel gegen Mönchengladbach verloren haben und zuletzt sogar dreimal ohne Gegentor blieben. Den letzten Sieg gegen Nürnberg feierten die Borussen am 13. November 2004. Gladbachs Trainer Michael Frontzeck weiß um die Gefahr, gegen einen angeschlagenen Gegner spielen zu müssen. «Nürnberg steht da, wo wir vor einem Jahr standen, nämlich mit dem Rücken zur Wand. Das macht die Sache aber nicht einfacher für uns», sagte Frontzeck, der auf zwei Stammspieler verzichten muss. Rechtsverteidiger Tobias Levels (Gelbsperre) fällt aus, Mittelfeldspieler Thorben Marx muss wegen einer Oberschenkelverletzung pausieren. Dafür rücken Tony Jantschke und Marcel Meeuwis ins Team. Im Angriff müssen sich der genesene Rob Friend und Karim Matmour nach seiner Rückkehr vom Afrika-Cup weiterhin gedulden, Frontzeck gibt Raul Bobadilla und Roberto Colautti zunächst den Vorzug. Wie die Nürnberger haben auch die Gladbacher in der Rückrunde erst einen Sieg eingefahren. «Das ist ein Spiel, in dem die Weichen gestellt werden. Bei einem Sieg haben wir einen schönen Abstand zu den Abstiegsplätzen», befand Frontzeck. «Wir sind scheinbar in einer komfortablen Situation, mit der die Mannschaft aber gut umzugehen weiß», sagte der Borussen-Coach.
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