Talfahrt hält an - Slomka punktet nur bei Rangnick
Sinsheim (dpa) - 07.02.2010, 10:54 Uhr
Die Hoffenheimer Spieler feiern nach dem Schlusspfiff ausgelassen ihren Sieg über Hannover.
Nach der Pressekonferenz standen Ralf Rangnick und Mirko Slomka noch minutenlang zusammen. Die beiden einstigen Weggefährten, deren Verhältnis nach Rangnicks Entlassung beim FC Schalke 04 deutlich abgekühlt ist, verabredeten, in Zukunft wieder öfter miteinander zu kommunizieren. Als Slomka den Medienraum der Sinsheimer Rhein-Neckar-Arena verließ, hatte er deshalb ein Lächeln auf seinen Lippen - es war einer der wenigen freudigen Momente für den Trainer von Hannover 96. «Es war schön, sich endlich einmal wiedergesehen zu haben», meinte Slomka nach dem Austausch mit Rangnick. Sportlich brachte ihm das Aufeinandertreffen mit seinem einstigen Boss dagegen keine Freude. Mit 1:2 (0:2) verloren Slomkas Hannoveraner bei den zuletzt ebenfalls arg schwächelnden Hoffenheimern. Im dritten Spiel unter der Regie des neuen Trainers war es für die 96er die dritte Niederlage. «Wir haben verdient verloren», konstatierte Slomka. «Ich frage mich schon, warum einige Spieler nicht in der Lage sind, sich von der ersten Minute an zu konzentrieren und die Anweisungen des Trainerteams umzusetzen.»
Vor der Hoffenheimer Minuskulisse von 28 100 Zuschauern blieben die Niedersachsen auch im zehnten Spiel nacheinander sieglos. Nur weil mit Hertha BSC und dem 1. FC Nürnberg zwei Teams noch schlechter sind, rangiert «96» als 16. nicht auf einem Abstiegsplatz. Dennoch zeigte sich Präsident Martin Kind nach der erneuten Pleite, die durch Treffer von Carlos Eduardo (35. Minute) und Sejad Salihovic (40., Foulelfmeter) auf Hoffenheimer und Arouna Koné (57.) auf Hannoveraner Seite zustande kam, überraschend zuversichtlich. «Die Mannschaft hat sich gewährt. Sie lebt, sie kämpft, sie will», sagte Kind. Dass auch der Trainerwechsel nicht die erhoffte Wirkung gebracht hat, wirft den starken Mann an der Leine nicht aus der Bahn, auch wenn er eingesteht. «Es zeigt, in welcher Verfassung sich die Mannschaft befindet. Es braucht mehr Zeit, als wir erwartet haben.» |