Andre Lenz hatte im Tor der Wolfsburger kräftig zu tun und konnte einem fast ein bisschen leidtun. Der VfL-Ersatztorwart, der erneut für den am Knie operierten Diego Benaglio zwischen den Pfosten stand, zeigte eine gute Leistung, wurde von seinen Vorderleuten jedoch zu häufig alleine gelassen. Bei der Heimpremiere des neuen VfL-Trainers Lorenz-Günther Köstner spielten die Wolfsburger nur bis zum zweiten Gegentor ordentlich mit. Der Meister, der nach der fünften Gelben Karte im kommenden Spiel auf Makoto Hasebe verzichten muss, zeigte sich in der Defensive anfällig und stellte seine Bemühungen frühzeitig ein. «Bis zum 2:0 haben wir gut nach vorne gespielt», fasste Christian Gentner zusammen. Der Unterschied zum Vorjahr wurde vor allem an Grafite deutlich. Der Brasilianer, der damals das «Tor des Jahres» erzielte, vergab die besten Chancen des Meisters und scheiterte schließlich auch noch mit dem Elfmeter (66.), den Jörg Butt leicht parieren konnte. Erst in der letzten Minute traf er mit einem Abstauber per Kopf. Franck Ribéry kam erst in der 46. Minute in die Partie und stand gleich mehrfach im Mittelpunkt. Der französische Spielmacher, der zuletzt mehr mit den Diskussionen um seine Vertragsverlängerung für Schlagzeilen gesorgt hatte, nötigte beim dritten Treffer Barzagli durch seinen Einsatz zum Eigentor. Er verursachte jedoch auch den Elfmeter durch ein Foul an Sascha Riether.
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