Wegen WM-Chancen: Hitzlsperger vom VfB zu Lazio
Stuttgart (dpa) - 31.01.2010, 20:07 Uhr
Thomas Hitzlsperger im Trikot des VfB Stuttgart.
Aus Sorge um seine WM-Chance wechselt Nationalspieler Thomas Hitzlsperger mit sofortiger Wirkung vom VfB Stuttgart zu Lazio Rom. Wie der VfB bestätigte, ist der Verkauf des Mittelfeldspielers an den abstiegsbedrohten italienischen Erstligisten kurz vor dem Ende der Transferperiode perfekt. «Es fiel uns nicht leicht, Thomas gehen zu lassen, da er ein Spieler ist, der sich mit dem Verein sehr identifiziert hat», sagte Sportvorstand Horst Heldt auf der Internetseite des Bundesligisten. Der Abschied falle ihm nicht leicht, wurde Hitzlsperger an gleicher Stelle zitiert. «Ich hatte hier eine tolle Zeit, und die positiven Erinnerungen an den Verein, seine Fans und diese Stadt überwiegen. Ich werde immer gerne nach Stuttgart zurückkommen.» Das Ende sei für ihn nicht befriedigend. «Aber so ist Fußball.»
Auch Lazio-Präsident Claudio Lotito bestätigte die Verpflichtung des schussgewaltigen Profis der italienischen Nachrichtenagentur Ansa. Nach dpa-Informationen zahlt Lazio für den 27-Jährigen, dessen Vertrag in Stuttgart zum Saisonende ausgelaufen wäre, eine Ablöse in Höhe von einer Million Euro. Der Vertrag im Land des Weltmeisters läuft bis 2012. Nach Informationen der Tageszeitung «Gazzetta dello Sport» wollte Lazio allerdings zunächst Sebastián Eguren vom FC Villareal aus Spanien verpflichten. Der Uruguayer habe jedoch die sportärztliche Untersuchung nicht bestanden. Nachdem Hitzlsperger seinen Stammplatz beim VfB verloren hat, legte Bundestrainer Joachim Löw dem 51-maligen Nationalspieler einen Wechsel nahe, um seine WM-Teilnahme bei dem Turnier vom 11. Juni bis 11. Juli nicht zu gefährden. Denn für einen Platz im deutschen Kader braucht der seit Monaten formschwache Linksfuß Spielpraxis. Unter dem neuen VfB-Trainer Christian Gross war Hitzlsperger im zentralen Mittelfeld der Schwaben zuletzt nur noch die Nummer vier hinter Sami Khedira, Christian Träsch und Zdravko Kuzmanovic gewesen. Unter Gross-Vorgänger Markus Babbel hatte er die Kapitänsbinde verloren. |