Nie war er so wertvoll wie heute. Kevin Kuranyi ist derzeit in der Form seines Lebens und tut alles für eine Weiterbeschäftigung beim FC Schalke 04.
Mit seinem elften Saisontor beim 2:0 gegen 1899 Hoffenheim blieb er dem führenden Torjäger Stefan Kießling auf den Fersen und erfüllte dennoch die Vorgabe von Felix Magath nicht ganz. «Ich hatte mit ihm verabredet, dass er zwei Tore macht. Er muss aufpassen, dass das nicht bald Konsequenzen hat», scherzte sein Coach, der Kuranyi gegen dessen Willen aus finanziellen Gründen in der Winterpause eigentlich verkaufen wollte und sich bereits «mit einem Club einig war».
Auf Schalke sind sie erleichtert, dass Kuranyi, dessen Vertrag am Saisonende ausläuft, blieb. «Wir sind alle froh. Er macht seinen Job gut und die Tore besser denn je», lobte Torhüter Manuel Neuer den 27 Jahre alten Stürmer. Kuranyi traf zuletzt in sechs Spielen fünfmal und hatte nach 20 Partien noch nie soviel Treffer auf dem Konto wie in dieser Saison. Nach Gerd Müller und Manfred Burgsmüller ist er der einzige Angreifer, der in acht Spielzeiten nacheinander jeweils zweistellig traf. Doch Kuranyi weiß, dass er nur im Fall der Europapokal-Qualifikation Aussicht auf eine Vertragsverlängerung hat. Wenn es nach seinem Herzen ging, «dann würde ich gern bleiben».