Die aufkommenden Zweifel an seiner Bundesliga-Tauglichkeit hat Raul Bobadilla eindrucksvoll mit einer Leistungsexplosion weggewischt. «Es ist perfekt gelaufen, ich bin überglücklich», gestand der 22 Jahre alte Argentinier mit einem breiten Grinsen.
Zwei Treffer und zwei Tor-Vorlagen trug der vor Saisonbeginn für vier Millionen Euro von Grasshopper Zürich geholte Stürmer zu Borussia Mönchengladbachs 4:3 (4:2)-Erfolg über Werder Bremen bei - und bewies damit, dass er in der Eliteliga endlich angekommen ist.
Das Kraftpaket scheut zwar keinen Zweikampf und bleibt auch in engen Situationen auf den Beinen, doch nach durchwachsenen Leistungen und nur einem einzigen Treffer geriet Bobadilla in der Hinrunde in die Kritik. «Er ist halt ein junger Spieler, der Zeit braucht», meinte Gladbachs Trainer Michael Frontzeck. Viel zu sehr habe sich der Südamerikaner in den vergangenen Monaten unter Druck gesetzt. «Stürmer sind da sehr eigen, für sie zählen nur Tore», so Frontzeck.
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Mut und Kraft habe ihm seine Familie gegeben, erklärte Bobadilla, der die Konterfeis von Mama Elvira und Vater Victor als Tattoos auf der Brust trägt. «Jetzt hat jeder gesehen, was Raul drauf hat», meinte Teamkollege Thorben Marx über den Matchwinner.