Lehmann wieder im VfB-Tor - Ulreich als Nachfolger
Stuttgart (dpa) - 30.01.2010, 14:29 Uhr
Jens Lehmann hütet wieder das Tor beim VfB Stuttgart.
Der am Saisonende scheidende Torwart Jens Lehmann empfiehlt den Verantwortlichen des VfB Stuttgart, von einer Neuverpflichtung abzusehen und künftig auf Ersatzmann Sven Ulreich zu setzen. Ein Vorteil seiner nach drei Bundesliga-Spielen abgelaufenen Rot-Sperre sei gewesen, «dass ich in Ruhe Sven Ulreich im Wettkampf sehen konnte», sagte der frühere Fußball-Nationalkeeper den «Stuttgarter Nachrichten». «Er hat super gehalten, und ich denke, dass er in Zukunft spielen kann», erklärte der 40-Jährige vor der Heimpartie gegen das seit zwölf Spielen ungeschlagene und zuletzt sechsmal siegreiche Team von Borussia Dortmund. Hätte er die Verantwortung beim VfB, würde er mit Ulreich und dem derzeit dritten Torwart Alexander Stolz «in die neue Saison gehen», sagte er der «Stuttgarter Zeitung». Lehmann war Mitte Dezember beim 1:1 in Mainz vom Platz geflogen und danach von Ulreich gut vertreten worden. Mit dem 21-Jährigen im Tor feierte der Champions-League-Teilnehmer drei Siege nacheinander und setzte sich wieder von der Abstiegszone ab. Sportvorstand Horst Heldt kündigte kürzlich eine «Grundsatzentscheidung» in der Torhüter-Frage an. Sollte der VfB auf eine externe Lösung setzen, gilt Hertha-Keeper Jaroslav Drobny als einer der heißen Kandidaten.
Gegen Dortmund wird Lehmann wieder zwischen den Pfosten stehen und Ulreich auf die Bank rücken. Im Sommer will der frühere Dortmunder seine Zelte in Stuttgart abbrechen. Das müsse aber nicht automatisch sein Karriereende sein. «Ich habe etwas im Hinterkopf», sagte Lehmann der «Stuttgarter Zeitung» weiter, ohne konkreter zu werden. Die Borussia muss in Stuttgart auf den defensiven Mittelfeldspieler Sven Bender (Sehnenentzündung im Knie) verzichten. Für ihn dürfte Mats Hummels nach vorne rücken und seine Position in der Innenverteidigung Felipe Santana überlassen. Der offensive Mittelfeldspieler Jakub Blaszczykowski konnte zwar unter der Woche wegen einer Grippe nicht trainieren, gehört aber zum Kader. Ein weiterer Dortmunder «Dreier» würde die Einstellung des Vereinsrekords aus der Vorsaison mit sieben Siegen nacheinander bedeuten. Den VfB sieht BVB-Trainer Jürgen Klopp nach der Amtsübernahme von Trainer Christian Gross wiedererstarkt. «Die haben da unten nichts verloren», sagte der 42-Jährige angesichts von fünf Pflichtspielen der Schwaben ohne Niederlage unter dem Schweizer.
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