Bastürk zu Blackburn, Hitzlsperger sondiert Markt
Stuttgart (dpa) - 27.01.2010, 17:36 Uhr
Yildiray Bastürk im Trikot vom VfB Stuttgart.
Stuttgart (dpa) - Yildiray Bastürk hat der VfB Stuttgart von der Gehaltsliste bekommen, Thomas Hitzlsperger sondiert dagegen weiter den Markt. Wie der Fußball-Bundesligist mitteilte, wechselt Bastürk mit sofortiger Wirkung zu den Blackburn Rovers. Nach seiner Vertragsauflösung in Stuttgart unterschrieb der ehemalige türkische Nationalspieler beim Tabellenzwölften der englischen Premier League einen Kontrakt bis zum Saisonende. «Ich habe seit drei Monaten Kontakt zu den Rovers», sagte Bastürk. «Auch mein ehemaliger Nationalmannschafts-Kollege Tugay hat mir dazu geraten, nach Blackburn zu gehen. Er hat hier selbst acht Jahre lang gespielt.» Der 31-Jährige ist nach Jan Simak (Mainz 05) und Ludovic Magnin (FC Zürich) bereits der dritte Spieler, der den VfB in der laufenden Transferperiode verließ. Aufgrund zahlreicher Verletzungen und seines schweren Standes bei den Trainern Christian Gross und Markus Babbel absolvierte Bastürk in den vergangenen zweieinhalb Jahren lediglich 31 Bundesliga-Spiele. In der laufenden Saison wurde er nur einmal eingewechselt. Der offensive Mittelfeldspieler war 2007 als Wunschspieler des damaligen Coaches Armin Veh nach Stuttgart gekommen und zählte dort auch zu den Topverdienern. Davor spielte Bastürk in der Bundesliga für Hertha BSC, Bayer Leverkusen und den VfL Bochum. Für die Türkei bestritt er insgesamt 49 Länderspiele.
Hitzlsperger lässt seinen Berater derweil Ausschau nach einem neuen Verein halten. «Am liebsten würde ich beim VfB Stuttgart bleiben. Ein Vereinswechsel wäre zum jetzigen Zeitpunkt eine Notlösung. Aber es ist doch in meiner Situation völlig normal, dass mein Berater unterwegs ist, um den Markt zu sondieren», sagte der 27- Jährige der «Stuttgarter» Zeitung» und den «Stuttgarter Nachrichten». Der ehemalige Kapitän hat beim VfB seinen Stammplatz verloren und muss mangels Spielpraxis um seine WM-Teilnahme fürchten. Am Rande des Leistungstests der Nationalmannschaft führte er «ein ausführliches Gespräch» mit Bundestrainer Joachim Löw. «Er hat mir gesagt, dass ich wieder regelmäßig spielen soll», erklärte Hitzlsperger. Obwohl der Mittelfeldspieler beim 2:0-Testspielsieg gegen den FC Wil mal wieder von Beginn an zum Einsatz kam und 60 Minuten lang spielte, bezeichnete er seine Situation beim VfB als sehr schwierig. «Im Moment sind andere vor mir. Es gab ja auch keine Notwendigkeit, etwas zu ändern - wir waren schließlich erfolgreich», sagte er. Sollte Hitzlsperger bis zum 1. Februar wechseln, käme für ihn nur ein Verein infrage, bei dem er die Aussicht habe, «regelmäßig zu spielen», und bei dem er «keine lange Eingewöhnungszeit» brauche. Gerüchte über einen Transfer zum spanischen Club Real Saragossa bezeichnete er als «völligen Blödsinn». Stattdessen möchte Hitzlsperger «noch einmal das Gespräch» mit VfB-Trainer Christian Gross suchen, um seine Einsatzchancen in der Rückrunde auszuloten.
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