Über die vergangenen sieben Monate sagt Ömer Toprak: «Erst hatte ich Glück. Und jetzt bin ich glücklich.» Der 20 Jahre alte Verteidiger des SC Freiburg hatte sich im Juni bei einem Kartunfall schwere Verbrennungen zugezogen.
Am 22. Januar spielte er zum ersten Mal von Beginn an in der Fußball-Bundesliga. Toprak sei ein «sportmedizinisches Wunder», meint der Mannschaftsarzt des SC. Die Freiburger Fans feierten ihren Profi dafür schon vor der 0:1-Niederlage gegen den VfB Stuttgart, als hätte er in der Schlussminute noch das Ausgleichstor erzielt.
Toprak spielte danach, als wäre er nie weggewesen. Er lieferte sich packende Zweikämpfe mit Pawel Pogrebnjak. Und machte sich um den Spielaufbau seines Teams verdient. «Er hat ein Riesenpotenzial», lobt sein Trainer Robin Dutt. Dabei war lange Zeit offen, ob Toprak das je wieder zeigen könnte. Nach sieben Operationen und zwei Wochen auf der Intensivstation war nicht die Frage: Wann wird er wieder spielen? Sondern: Wird er wieder gesund? «Ich liebe meinen Sport und wollte es unbedingt schaffen», sagte der Deutsch-Türke, und etwas von diesem Ehrgeiz kam auch nach seinem Comeback wieder durch. Toprak freute sich nicht darüber, sondern fluchte über die Niederlage. Da waren die vergangenen sieben Monate für einen Moment vergessen.