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0:1 in Mainz: Nackenschlag für 96 bei Slomka-Debüt

Mainz (dpa) - 23.01.2010, 19:00 Uhr

Hannovers Jan Durica (r) schirmt den Ball vor dem Mainzer Ivanschitz ab.
Hannovers Jan Durica (r) schirmt den Ball vor dem Mainzer Ivanschitz ab.

Der FSV Mainz 05 hat Hannover 96 beim Bundesliga-Comeback von Trainer Mirko Slomka den nächsten Nackenschlag verpasst. Die Niedersachsen unterlagen im Bruchwegstadion mit 0:1 (0:1) und blieben damit zum achten Mal in Serie ohne Sieg.

«Mir hat die Reaktion nach dem frühen Rückstand gefallen. Wir haben alles gegeben, aber keine ernsthafte Torchance herausgespielt», sagte Slomka nach seinem verpatzten Debüt beim Tabellen-16.

Die Mainzer bleiben dagegen zu Hause weiter eine Macht und ungeschlagen. Andre Schürrle war bereits nach fünf Minuten Schütze des einzigen Tores. «Wir haben eine deutliche Verbesserung in unserem Defensivverhalten gezeigt», lobte Trainer Thomas Tuchel seine Mannschaft, die sich in der Schlussphase mit «Händen und Füßen», so Tuchel, gegen den Ausgleich der Niedersachsen wehrte. «Für mich war das ein überragender Start», freute sich Neuzugang Jan Simak über seine eigene Leistung und den Sieg gegen seinen ehemaligen Club.

05-Trainer Tuchel hatte sein Team zur Premiere von Simak durcheinandergewirbelt. In der Abwehr wurde Niko Bungert für Bo Svensson aus der Mannschaft rotiert. Zudem standen Eugen Polanski und erstmals auch Adam Szalai in der Startelf. Der Ungar vertrat den am Knie verletzten Aristide Bancé. Szalai hätte sich gleich mit Treffsicherheit in den Vordergrund spielen können. Doch der 23-Jährige brachte zweimal den Ball nicht an 96-Schlussmann Florian Fromlowitz vorbei (18./28.).

Hannover ließ die Mainzer trotz der frühen Führung, als sich keiner nach einem Ballverlust für den Schützen Schürrle verantwortlich fühlte, nicht zur Entfaltung kommen. Schlampiges Passspiel der Rheinhessen brachte leichte Ballgewinne der Niedersachsen. Aber die wussten mit der Feldüberlegenheit nicht viel anzufangen. Ein Freistoß von Arnold Bruggink war noch die beste Chance gegen die bisweilen konfuse Mainzer Abwehr (21.).

Die Partie blieb zäh und eng, wie von Tuchel befürchtet. Die Rheinhessen, die mittlerweile für den verletzten Florian Heller mit Bungert in der Abwehr spielten, entwickelten weiter mehr Torgefahr, auch wenn der eine Stunde durchhaltende Simak wie auch Andreas Ivanschitz dem Spiel nicht die großen Impulse geben konnten. Hannover kämpfte verbissen um den Ausgleich. Nach 64 Minuten war es Jiri Stajner, der knapp verzog. Zwei Minuten später köpfte der gerade eingewechselte Mike Hanke übers Tor. Auf der Gegenseite war es noch einmal der Ungar Szalai, der gegen Fromlowitz den Kürzeren zog.


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