Dominante Bayern Tabellenführer: 3:2 bei Werder
Bremen (dpa) - 23.01.2010, 18:38 Uhr
Bremens Fritz (r) kommt zu spät gegen den Münchner Müller, der zum 1:1 trifft .
Der FC Bayern München ist dank einer Fußball-Gala von Geburtstagskind Arjen Robben zumindest für einen Tag an die Tabellenspitze der Bundesliga gestürmt. An seinem 26. Geburtstag krönte Robben das 3:2 (2:1) der überragenden Bayern bei Werder Bremen mit einem Traumtor (78.) zum achten Pflichtspielsieg nacheinander. «Dieser Sieg ist das schönste Geschenk», sagte der Matchwinner, der den Schlusspunkt unter ein furioses Spiel vor 39 100 Zuschauer im ausverkauften Weser-Stadion setzte. Zuvor hatten Thomas Müller (25.) und Ivica Olic (35.) für die Bayern sowie Aaron Hunt (10.) und Hugo Almeida (75.) für Werder getroffen, das nach der vierten Niederlage in Folge die Europapokalplätze immer mehr aus den Augen verliert. Bayern-Trainer Louis van Gaal haderte nach dem Spiel mit der mangelnden Chancenverwertung seiner drückend überlegenen Elf. «Das muss viel mehr sein. Wir haben zu viele Chancen verpatzt», sagte van Gaal. Noch deutlicher wurde der überragende Robben. «Wenn man realistisch ist, muss man sagen, dass wir vielleicht zehn Tore machen konnten.» Deutlich zufriedener war van Gaal über das Comeback von Superstar Franck Ribery, der nach langer Verletzungspause in der 68. Minute eingewechselt wurde. Zuletzt hatte Ribery am 3. Oktober in Köln (0:0) in der Bundesliga auf dem Platz gestanden.
Die Gäste präsentierten sich nach zuletzt fünf Bundesliga-Siegen in Serie auch bei ihrem «Angstgegner» in beeindruckender Form. Gegen Werder, das nur eins der vergangenen acht Duelle gegen den Rekordmeister verloren hatte, zeigte van Gaals Team über die komplette Spielzeit eine souveräne Leistung. Bereits nach drei Minuten hatte der starke Robben die große Chance zur Führung, als er nach Vorarbeit von Mark van Bommel alleine auf Werder-Keeper Tim Wiese zulief, den Ball aber an den rechten Pfosten setzte. Nur drei Minuten später rettete Wiese gegen Olic. «Wir haben hier noch nie eine solche Bayern-Mannschaft erlebt, die sich so viele Chancen erspielt hat», sagte Werder-Coach Thomas Schaaf zum starken Auftritt der Münchner. Etwas überraschend war seine Mannschaft in der zehnten Minute durch den zuletzt viel gescholtenen Hunt in Führung gegangen. Der Nationalspieler schloss vor den Augen von DFB-Trainer Joachim Löw eine Vorarbeit von Marko Marin vom Strafraumeck unhaltbar für Bayern-Keeper Hans-Jörg Butt in den Winkel ab. Es war Hunts erstes Tor seit dem 31. Oktober (2:2 in Nürnberg). |